— 26Hinaus wurde dieser stolze Irrlehrer geworfen,der alle Welt verführet, getrennt von demBaume des Lebens, und er war nicht mächtiggenug einen Platz in dem Himmelreiche,in der Kirche, zu behaupten. Mit ihm wurdengeworfen auch alle seine Engel, alle seine An-hänget. Gestürzt ist der Widersacher unsererBrüder, besiegt durch des Lammes Blut unddurch die Lehren, die sie bekannten. (Offenb.K. 12. B. 3. — 11.)Nur die Namen dieser Verwegenen finden wirnoch in den Jahrbüchern, worin die Siege derKirche aufgezeichnet sind. Groß sind diese Bücher,weil vielfältig ihre Siege sind. Wer wird auchnur diese erzählen können, die in den letzten Jahr-hunderten vorfielen, und bis auf unsere Tage nochfortdauern. Blind sind wir, wenn wir sie nichtsehen; verwegen, wenn wir sie läugnen wollen.Selbst die Besiegten verkündigen die göttliche Kraftunserer Kirche. Wie erstaunend bewundern sie denfesten Karakter unseres Oberhauptes, der in diesenTagen zeigte; daß er Petrus — der Felsen sey,den die Pforten der Hölle nicht überwältigenkönnen. (Matth. K. 16. V, 18.)Unsere Güter wurden geraubt, unsere Tempel hinge-stürzt, unsere Hirten starben; aber sie sahen, daß unsereKirche ohne Güter, ohne Tempel das blieb, was sie war,unveränderlich in ihren Dogmen, sicher in ihrer Lehrart,klar in ihren Entscheidungen, rein von allenIrr-thümern. Sie selbst gestanden, daß hier in unsererKirche
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Sechste Rede bey dem eilfhundertjährigen Jubelfeste des heiligen Bischofes Suitbertus, Apostels hiesiger Gegend und der benachbarten Länder : vorgetr. d. 11. des Monats Julius 1817 in d. Pfarrkirche zu Kaiserswerth
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