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Zwei geographische Beschreibungen des Herzogtums Berg aus dem ersten Drittel des 18. Jahrhunderts
Entstehung
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1451589). Nach seinem Tode wird die Belehnung mit Hardenberg 26. Juni 1597an seinen Schwager Graf Wirich als Vormünder der minderjährigen Söhnedes Verstorbenen, Philipp Wilhelm und Wirich, erteilt; der älteste vondiesen erhält sie am 30. Aug. 1607 selbst nach erlangter Volljährigkeit.Philipp Wilhelm war seiner kirchlichen Stellung nach streng reformiert. Erverheiratete sich mit Elisabeth v. Kettler und starb 27. Aug. 1633, worauf8. Sept. 1634 im Namen seiner Söhne Hans Sigismund, HeinrichLudwig und Philipp Erenmund deren Vormünder Hans Hermann vonBawyr zu Böcken und Romlian und Wirich von Bernsau zu Bellinghoven vonWolfgang Wilhelm mit der Herrschaft Hardenberg belehnt werden. JohannSigismund erhältzu seinem und seiner beiden Töchter und ehelichenLeibeserben Behuf am 6. April 1651 von Wolfgang Wilhelm (erneuert vonHerzog Philipp Wilhelm 18. Juli 1654) die Belehnung. Er hatte sich innoch sehr jugendlichem Alter mit einer schon etwas ältlichen Dame, Annavon Asbeck, verheiratet, die Dechantin des freiweltlichen Stiftes Stoppenberggewesen sein soll, und mit ihr zwei Töchter Isabella Margaretha und AnnaKatharina erzeugt. Er ließ sich durch seine Frau bestimmen, römisch=katholischzu werden. Als er 3. Okt. 1655 starb, wurde auf Bitten seiner Witweschleunigst schon am 12. Okt. 1655 (man wollte durch diese Eile wol einemProtest von Johann Sigismunds Brüdern zuvorkommen, den dieselben allerdingsdoch einlegten, aber ohne Erfolg) deren Eidam, der Kämmerer Friedrich ArnoldFrhr. v. Schaesberg wegen seiner Frau Isabella Margaretha v. B. und derjüngeren Schwester derselben mit Hardenberg belehnt. Der Herr von Schaes-berg 31. Okt. 1666, und da seine Söhne Friedrich Sigismund Theodor alsKanonich zu Lüttich und Johann Sigismund als Malteserritter unverheiratetblieben und 1697 auf Hardenberg verzichteten, so wurde der Gemahl der jüngerenTochter von Johann Sigismund v. Bernsau, Jobst Dietrich von Wendt,am 10. Jan. 1698 mit der Herrschaft belehntzu deßelben und seiner mitAnna Catharina von Bernsaw Ehelich gezielter Kinderen und dererEhelicher Leibs Erben und Descendenten behuf. Seitdem sind die Freiherrnvon Wendt bis zu ihrem Aussterben (1877) Besitzer von Hardenberg gewesen.Es erbte die Besitzungen die Schwester der beiden letzten Inhaber, Freiin Leoniev. Wendt, Gemahlin des Grafen Oskar v. Marchant und Ansembourg.). Eine römisch=katholische Gemeinde bildete sich in Neviges erst, alsJohann Sigismund v. Bernsau auf Betreiben seiner Gemahlin übertrat.Anfangs wurde in der Schloßkapelle der Gottesdienst abgehalten; dann bautejenes Witwe, Anna v. Asbeck, eine Kirche, die 1670 eingeweiht und bald daraufden Franziskaner=Minderbrüdern übergeben wurde. Für diese wurde einKloster neben der Kirche ins Auge gefaßt. Das noch jetzt in der Kirchevorhandene Wunderbild besteht in einem Kupferstich, der Maria mit dem Kindedarstellt und sich alsmiraculös enthüllte, als er in der Zelle eines Franzis-kaners in Dorsten hieng. Der letztere nemlich glaubte wiederholt bei seinerAndacht vor dem Bilde eine Stimme daraus zu vernehmen, er solle es nachHardenberg bringen, dort werde ein im Laufe der nächsten Jahre schwererkrankender großer Fürst Genesung finden und ein Kloster bauen helfen.Der Franziskaner schickt das redende Bild mit den nötigen Instruktionen nachHardenberg und der dortige Pater an den Abt von Werden, welcher es aber