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Zwei geographische Beschreibungen des Herzogtums Berg aus dem ersten Drittel des 18. Jahrhunderts
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139**) Über den Dingstuhl zu L. vgl. unsere Zeitschr. IX, S. 48 ff.43) Allerdings lag ein freies Sattelgut (Kothausen) im Kirchspiel Lüttring-hausen. In der Ausdehnung, wie Wülfing das Verhältnis schildert, hat esvielleicht nicht bestanden. In einer Rechnung des Amts Beyenburg aus demAnfang des 17. Jahrh. (also gerade zu der Zeit als Wülfing seine Beschreibungvon Berg abfaßte) werden folgende Sattelgüter im Amt aufgeführt:Item in dem Kirspel Rade vorm Walde sein sechs freyer Sattelgüter,welche bewohnen nachfolgende persohnen:1) Auf Veckinghausen wohnen Johan und des Mollers Wittib.2) Auf Richling wohnen Johan Peter Vogel und Henrich.3) Auf der Borbeck Johan und Adolff.Zum obren Hove Hauß und Hamman.(Zum Oßenberg Hanß und Wilhelm.5) Im Hagen Kerstman und Toniß.6) In Herkenraht Johan Hertzen, Johan Hulßman und Adolfs Greht.Diese seint schuldig Ihrer Fürstl. Durchl. mit Pfert und Harnisch aufErfordern zu dienen, auch sonst ein ledig Pferdt, wan vonnöhten, zumReitdienst zu stellen.Item im Kirspel Lüttringhausen ist ein Sattelgut Kothausengnant, wirdt bewohnet durch Christofen und Peteren 2c. welche allein mitPferdt und Harnisch und weiter nit zu dienen schuldig.Item im Barmen ist ein Hoff Kemna gnant, wirt gebraucht durchPeteren zur Kemna und Johannen Beckman. Diese seint allein mit Pferdtund Harnisch und weiter nit zu dienen schuldig4) Über die kirchlichen Verhältnisse i. J. 1550 vgl. unsere Zeitschr. XII,S. 121 fl.**) Die Patronatsherrn von Lüttringhausen, die von dem Bottlenberggenannt Kessel, sind am 27. Sept. 1824 mit Alexander ausgestorben, woraufName und Wappen durch die Erbtochter an die Freiherrn (seit 15. Mai 1840Grafen) von dem Bussche=Ippenburg übergiengen, denen noch heute Hack-hausen gehört.46) Graf Adolf V. von Berg verpflanzte Kreuzbrüder vom Orden des h.Augustinus nach dem Hofe Steinhaus, oberhalb der Beyenburg, eine Stiftung,welche sein Bruder der Domprobst Konrad 1298 mit Zustimmung der Mutterausführte (Kremer, Akad. Beitr. III., S. 167), und sein anderer Bruder undNachfolger Graf Wilhelm bestätigte, worauf der Erzbischof Wikbold von Kölnsie Non. Februar. 1300 konfirmierte (Urk. abgedruckt Zeitschr. d. B. G.=V. I.,S. 275 f.). Vgl. Hermann Joseph Koch: Steinhaus=Beyenburg im Wupper-thale (Elberfeld 1883). Erst gegen Ende des 15. Jahrh. zogen die Kreuzbrüdervon Steinhaus nach der Beyenburg über. Vgl. F. W. Oligschläger:Die Mönche zu Beienburg (Zeitschr. d. B. G.=V. X., S. 34 ff.).**) Über die alten Dingstühle vgl. unsere Zeitschr. IX., S. 43 ff.48) Als Graf Adolf von Berg 1133 seine Burg auf dem Berge im Dhün-thal zu einem Cisterzienkloster hergab, erbaute er eineneue Burg an derWupper, zu welcher im Gegensatz das Kloster an der Dhün Altenberg genanntwurde, ein Name der sich bis heute konstant erhalten hat. Dagegen verlorsich der NameNeuenburg allmählich und man behielt den einfachen Namen