132noch jetzt in Elberfeld bestehenden Zweiges der Familie. Vgl. Zeitschr. d. B.G.=V. XIII. S. 239.Düsseldorf wird zuerst 1159 in einem Privilegium des PapstesUrban IV. für das Stift der h. Ursula in Köln erwähnt. Im Jahre 1189verpfändete Arnold von Tivern seine Erbgüter zu Holthausen, Düsseldorf,Monheim, Himmelgeist und bei Wald dem Grafen Engelbert von Berg, unterder Bedingung, daß dieser ihn als Hausgenossen in sein Haus Burg aufnehme.Seitdem blieb D. bergisch. Graf Adolf V. erhob 14. Aug. 1288 (kurz nach dersiegreichen Schlacht bei Worringen) das Dorf D. zur Stadt (vgl. Zeitschr. XVIII.,S. 150 ff.), gründete bei der Pfarrkirche S. Lamberti ein Kanonikat=Stift(bestätigt 5. Sept. 1288 durch Papst Nikolaus IV.). Der Graf (seit 1380Herzog) Wilhelm von Berg verlieh 1371 D. weitere Privilegien (einen freienWochenmarkt mit dem Recht zur Erhebung von Maß= und Wagegeld und dieKriminal=Gerichtsbarkeit unter dem Vorsitz des Amtmanns von Angermund).Derselbe beförderte den Ausbau der Neustadt (im Süden und Südwesten), diebereits 1395 mit Mauer und Graben geschützt war. Zu diesem Zwecke derErweiterung nach Süden tauschte der Herzog 1383 die Besitzungen des Haickvon Flingern (dazu gehörte die Mühle am Friedrichsplatz) ein gegen einen Hofbei Mündelheim. Bereits 1377 hatte er den Hof Pempelfort (jetzt Jägerhof)erworben. Herzog Gerhard von Jülich und Berg berief 1443 die Kreuzbrüder.Von den späteren Regenten wirkte besonders Kurfürst Johann Wilhelm für dasAufblühen der Stadt. Vgl. E. v. Schaumburg, Historische Wanderung durchDüsseldorf. Düsseldorf 1866.*) Vgl. Notar Strauven, Geschichte des Schlosses zu Düsseldorf von seinerGründung bis zum Brand am 20. März 1872. Düsseldorf (1872). Wanndas Schloß des Grafen von Berg angelegt wurde, ist unbekannt. Zur dauerndenResidenz wurde Düsseldorf nach dem Aussterben des von Limburg stammendenGrafenhauses (1348), als Gerhard von Jülich (seit 1346 Graf v. Ravensberg)und seine Gemahlin Margaretha zur Regierung in Berg gelangten. Eine durch-greifende Erneuerung und Erweiterung ließ Kurfürst Johann Wilhelm vor-nehmen, als er, seit der Zerstörung des Heidelberger Schlosses durch dieFranzosen, seine Residenz nach Düsseldorf verlegte. Er erbaute die Kolonnaden(den lang= und breiten Gang), sowie das Gallerie=Gebäude für seine großeGemäldesammlung. Sein Bruder und Nachfolger Karl Philipp verlegte seineResidenz nach Mannheim und that nichts für das Schloß. Erst Karl Theodorließ es gründlich restaurieren und namentlich im Äußern ganz umwandeln.Die Bildfäule wurde gegossen von Gabriel de Grupello.*) Über die seit Wolfgang Wilhelm in großer Zahl errichteten Klöstervgl. E. v. Schaumburg, in Zeitschr. d. B. G.=V. VIII., S. 17 und HistorischeWanderung, S. 43 f., 47.Vgl. A. Natorp, Konsistorialrat, Geschichte der evangelischen Gemeindezu Düsseldorf. Düsseldorf 1881.11) Die Hauptbefestigungen rührten von Johann Wilhelm her (s. v. Schaum-burg in Zeitschr. d. B. G.=V. VIII., S. 89 und Historische Wanderung S. 48 f.).Allerdings setzte Karl Philipp den Bau, wenn auch mit geringen Mitteln, fort(a. a. O. S. 52).
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Zwei geographische Beschreibungen des Herzogtums Berg aus dem ersten Drittel des 18. Jahrhunderts
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