131Ende der Bergischen Landes=Beschreibung.Ew. Chur=Fürstl. Durchl. Gülicher Land ist auch einherrliches fruchtbahres Land, bestehet in keiner Handelung, sondernin schönem außerlesenem Acker=Bau und Früchten. Die VestungGülich ist eine mit von den stärckesten in Teutschland, woran derKönig in Franckreich Ludwig der Vierzehnte in allen seinengeführten Kriegen sich niemahlen reiben dörffen, er hat derselbenjederzeit vorbey gehen und unfreundlich zuschauen müssen. Sonstenseynd auch Düren, Hindsberg, Münster=Eiffel und andereStädte dieses Landes besehens würdig. Dieses Land ist mehren-theils Römisch = Catholischer Religion, ausser daß einige wenigEvangelisch=Lutherische und Reformirte Gemeinden sich darinnenbefinden 2c.Welches mit wenigem unterthänigst anführen, und zum Andenckendem Bergischen Land hinzusetzen wollen.Ew. Chur=Fürstl. Durchl.Unterthänigst treu⸗gehorſambſter DienerJohann Wülffing, Gülich= und BergischerHoff=Cammer=Rath.Anmerkungen.1) Lennep ist vor 1276 (Lacomblet, Urkundenb. II. 696) schon Stadtgewesen, das Datum ihrer Erhebung aber bisher nicht sicher bekannt. EinBrand zerstörte die Stadt 1746 mit Rathaus, Kirche, Schulen und 400Bürgerhäusern. Vgl. unsere Zeitschr. XIV., 42 ff.Über die Schule in Lennep, vgl. das Programm von Rektor Theobaldv. J. 1869.*) Über die Gründung dieses Klosters vgl. unsere Zeitschr. XIII. S. 215 ff.Vgl. Alex. Wilhelm Frhr. v. d. Goltz: Der Ceremonienstreit in Lennepund die damit zusammenhangenden Zerwürfnisse in der Unterbergischen Luthe-rischen Synode. Zeitschr. des Berg. G.=V. XII., 1—74; XIII., 207—227;XIV., 1—72.5) Spanische Wolle wurde seit 1695 in Lennep verarbeitet, und zwar vonPeter Moll, Gebrüder Hardt, Gotfried Wülfing und J. H. Frilinghaus, diezusammen ein Geschäft in feinen Tuchen hatten. Gotfried Wülfing (geb. 1651,✞ 1721, verheiratet mit Maria Hardt) war der Sohn von Johann Wülfingaus Elberfeld (geb. 1613, † 1656) und Christina Moll aus Lennep. Gotfriedsälterer Bruder Johann Wülfing (geb. 1649, ✞ 1723) ist der Stammvater des
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Zwei geographische Beschreibungen des Herzogtums Berg aus dem ersten Drittel des 18. Jahrhunderts
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