Druckschrift 
3 (1867)
Entstehung
Seite
XVII
Einzelbild herunterladen
 

XVII

ernannte ihn unter Reprobirung seiner Postulation sowohl wie derWahl des Conrad von Berg zum Erzbischof von Köln (Nr. 100).

Beiträge zur Geschichte der Schlacht von Worringen liefern dieUrkunden Nr. 300, 301, 311, 317, 327, 328, 329, 366, 396 und 484.

Auf den Landfrieden zwischen der Stadt Köln und den benach-barten Territorialherren beziehen sich die Urkunden Nr. 302 und 307.

Der grosse Dominicaner-Lector und frühere Bischof von Regens-burg, Albertus Magnus, begegnet uns in den Urkunden Nr. 62, 105,108, 111, 143 und 175.

Aus den Urkunden Nr. 252, 271, 292, 309, 325, 388 und 465ersehen wir, dass bis zum Jahre 1298 die alte Domkirche noch instetem Gebrauche war und dass täglich am Petersaltar noch Messegelesen wurde. Im Jahre 1288 finden wir die Schatzkammer (aureacamera) mit einem besonderen Altar, wahrscheinlich die jetzt nochbestehende Schatzkammer hinter der Domsacristei.

Nr. 235 gibt die Gewissheit, dass Kirche und Kloster der Mino-riten im Jahre 1283 noch nicht fertig waren; damals lag das clau-strum, die immunitas fratrum minorum noch in der Nähe des KlostersSyon und der Deutschordenscommende St. Katharina. Im Jahre 1305finden wir ein pomerium fratrum minorum in Colonia (Nr. 529),welches wir wahrscheinlich in dem späteren Minoritenkloster nebender jetzigen Minoritenkirche zu suchen haben.

In Nr. 291 lesen wir von einem Altare, quod Theodericus dictusGryn fieri fecit et in honorem beate Mariae Magdalenae consecrariiuxta chorum et dormitorium sancti Severini. Nr. 316 spricht vomNeubau des Klosters Mechtern, quod de novo opere magis sumptuosoconstruitur. In Nr. 450 lesen wir von einem altare undecim milliumvirginum iuxta chorum in der Kirche St. Mariae in capitolio, in Nr.274 von einem thronum altaris ecclesiae s. Martini.

Nr. 457, 490 und 491 geben interessante Aufschlüsse über dieBesetzungsweise der Pfarreien innerhalb der Stadt. Nr. 394 nenntuns verschiedene Inclusen der Stadt Köln. In Nr. 498 erkennenwir die erste schriftliche Ertheilung des Bürgerrechtes. Für diestädtische Verfassungsgeschichte sind Nr. 350, 365, 381, 394, 441,443, 448, 477, 521 und 528 von Wichtigkeit. In der domo civiumfinden wir 1291 in Finanz-Angelegenheiten scabini, consilium et offi-ciales (de richerzeche) thätig; 1292 werden bei Zahlungsleistungenconsilium et cives genannt; 1297 finden wir als an der Spitze derStadt mit Namen angeführt 2 Bürgermeister, 16 Schöffen, 16 Offi-cialen der Richerzeche und 8 consules; ein andermal werden dieiudiees, scabini, consules, officiati et civitas als die Behörde genannt,