Nachträge und Berichtigungen zum ersten Bande. 515
Gedicht eines Mönches Folcuin mitgetheilt. Dieser, vermuthlich der-selbe, welcher 1123 als Prior vorkommt, war entlaufen und reuig zurück-gekommen; er läfst sich von Thalia trösten. S. 151 ff. ist das Ver-zeichnifs der Schulbücher saec. XII mitgetheilt, S. 154 ff. der gröfsereCatalog mit Angabe der Stifter, worunter Hucbald und Gillebert be-sonders häufig vorkommen.
S. 408, Anm. 5. Die Autorschaft der Musica enchiriadis ist Hucbaldgleichfalls abgesprochen von Morin, Revue Bened. 1891.
S. 412. Die Untersuchung von Bubnow über Gerberts Briefe wirdHZ. LXXI, 87—90, von Kehr gerühmt, ohne dafs viel darüber gesagtwäre. Solche Veröffentlichungen in russischer Sprache entspringen abernicht etwa einer Laune des Verfassers, sondern dem Umstand, dafsdie Regierung nur unter dieser Bedingung Geld dazu bewilligt. —Eine Analyse der Untersuchung giebt 0. Wardrop im English Hist.Review 1893, S. 321 ff. Daselbst 1892, S. 625 ff. handelt R. Allenüber Gerberts Leben und Schriften (NA. XVIII, 703).
S. 413. Ueber das von Richer IV, 50 erwähnte Buch „de concordia Yppo-cratis, Galieni et Surani" s. Val. Rose im Verz. d. lat. Meerman-Hss.(Berlin 1892) S. 364.
S. 417, Anm. 4. Hier war zu der schlechten Ausgabe von Certain schonder Anm. 6 erwähnte Auszug von Holder-Egger anzuführen. Der-selbe hat (vgl. NA. XII, 139) bestritten, dafs Adrevald, der bis c. 875lebte, die Translatio S. Benedicti geschrieben habe; der Vf. der-selben sei vielmehr anbekannt.
S. 418, Anm 1. Von Theoderichs Illatio S. Benedicti ist eine voll-ständigere Handschrift in Würzburg, Theol.f.26 s. XI, nach G.Schepfs,NA. XIX, 221.
S. 418, Anm. 3. Vielleicht derselbe Abt Constantin wird als Veranlassereiner werthvollen Handschrift gefeiert in Versen NA. XVIII, 585.
S. 420, Anm. 2. Die einzige vollst. Hs. des Dudo ist jetzt in Berlin,Phill. 1854 (Ciarom. 687), s. das Verzeichnifs S. 315.
S. 432. G. Monticolo hat im Nuovo Archivio Veneto HI, S. 365 ff. seineStudien über Johannes diaconus ergänzt, sucht die geringe Ver-werthung urkundlichen Materials zn erklären und weist u. a. nach, dafsVenetia bei Johannes immer den Ducat, nie die Stadt bezeichnet (NA.XIX, 252).
S. 435, Anm. 3. Eine Lebensbeschreibung des h. Sabas in griechischerSprache von Jeremias Orestes, her. von Cozza-Luzi, in Studi edocumenti di storia e diritto 1891, enthält interessante Nachrichten zurGeschichte Ottos II. NA. XVIII, 703.
S. 437. Ueber necrologische Notizen in liturgischen Handschriftenitalienischer Bibliotheken berichtet A. Ebner im Hist. Jahrb. XIII, 748;s. den Auszug NA. XVHI, 721.
S. 438. Speier. Ein Calendarium des Klosters St. Johann mit necrolog.Einträgen behandelt Dr. Grünenwald im Pfälzer Museum X, n. 3.