Druckschrift 
2 (1894)
Entstehung
Seite
508
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508 Nachträge und Berichtigungen zum ersten Bande.

früheren Aufsatz berührten Schwierigkeiten in der V. Anskarii jetztin solcher Weise glaubt auflösen zu sollen, dafs nach der älteren An-sicht Lappenbergs festgehalten wird an der Angabe Adams vonBremen, dafs Hamburg im letzten Jahre Ludwigs d. Pr. verbranntwurde, vermuthlich in der zweiten Hälfte des Jahres 839. Damit wirddie Geschichte Gauzberts verständlich. Auch waren nach seiner An-sicht die in Ann. Bertin. 839 erwähnten Sueonen nicht in Schweden,sondern an der Südseite der Ostsee ansässig. Pr. Karl KraftDeAnsgario aquilonarium gentium apostolo" (Kl. Schulschriften, Stuttg.1843) vermuthet, dafs das inzwischen wieder erbaute castellum 845zerstört sei. Er bezieht bei Prudentius 845 die Worteundedigressi" auf die Sachsen, nicht auf die Normannen. Ferner theiltmir H. Kunik mit, dafs das V. Ansk. c. 30 erwähnte Apulia, seinerVermuthung entsprechend, allem Anschein nach die im litauischenSamaiten im Nordwesten des Kownoschen Gouvernements in der Näheder kurischen Grenze gelegene Hauptburg der zur See eingedrungenenfinnischen Kuren war. Heutigen Tages lautet der Name Apule undOpule.

S. 250, Anm. 3. Im NA. XIX, S. 252, weist Holder-Egger den Ver-such von Martin Meyer (Zur älteren Geschichte Corveys und Höxters,Diss. Monast. 1893) zurück, die Priorität der von H. E. als zweite be-zeichneten Notitia fundationis mon. Corbejensis (mit Wilmans)zn beweisen.

S. 252, Anm. 3. Mit den Traditiones Corbejenses beschäftigt sichMartin Meyer in derselben Schrift, S. 110. Es wird da nament-lich eine grössere Lücke zwischen den beiden Hälften nachgewiesen.

S. 255, Anm. 2. Zu dem Catal. abb. Corb. vgl. Wilmans S. 511.

S. 257, Anm. 1. Mit Amalar von Trier und seinen Schriften beschäftigtsich G. Morin in der Revue Bened. 1891 ff. s. S. Bäumer, NA. XVIII,699. 700.

S. 260, Anm. 1. Regino war in Betreff der Canones der Triburer Synodevon 895 der Fälschung beschuldigt. Emil Seckel aber hat ihn ge-rechtfertigt durch die Entdeckung der von ihm benutzten Handschrift,in der Abhandlung NA. XVIII, 365409.

S. 264. Im Compte rendu de la Comm. roy. d'hist. III, n. 3, 5. serie, be-handelt G. Kurth die früher schon gedruckte aber unbeachtet ge-bliebene, von Br. Krusch NA. XVIII, 601 wieder abgedruckte Stelleaus der Schrift De virtutibus et miraculis macarii Areopa-gitae Dionysii, welche unter der Herrschaft Karls des Kahlen ge-schrieben ist; darin wird von einem Godobald aus Avroy (Arbrido)in Hesbaye berichtet, welcher unter Graf Dodo (nach Kurth Graf vonHesbaye) an Lantberts Tod betheiligt war und als Büfser nach Saint-Denis kam, wo er Mönch und endlich Abt wurde. Kurth setzt danachdie Ermordung frühestens in das J. 705.

S. 271, Anm. 5. L. Traube, NA. XVIII, S. 96 u. 97, hält das Jahr 871