Druckschrift 
2 (1894)
Entstehung
Seite
503
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Nachträge und Berichtigungen zum ersten Bande. 503

S. 93. Br. Kruseh: Ueber die handschriftliche Grundlage von GregorsMiracula, NA. XIX, 2545, widerlegt die Vorwürfe von Bonnet u.giebt einige nachträgliche Berichtigungen. Einen Nachtrag zu derAusgabe bildet die Passio VII Dormientium, welche Kruseh ent-deckt und in d. Analecta Bolland. XII (1893) S. 371387 herausge-geben hat. Gregor hatte sich, wie er selbst berichtet, durch einenSyrer den aus dem Griechischen entlehnten Text übersetzen lassen.

S. 97. Die von H. v. Schubart herausgegebene Vita Vedasti (inälterer Form Vedastis) untersucht Br. Kruseh, Mitth. d. Inst. XIV,S. 427448, mit Benutzung einer besseren Handschrift. Er erklärt sienach genauer Vergleichung des Sprachgebrauchs für ein Werk desAbtes Jonas, welcher drei Jahre lang den h. Amandus bei Bekäm-pfung des Heidenthums in der Gegend von Arras unterstützte, verfafstnach localer Tradition mit Benutzung des Gregor von Tours. Ein-gehend wird bei diesem Anlafs die Taufe Chlodwigs besprochen,welcher diese wegen des Schwankens zwischen Arianismus und Katho-licismus verschoben habe. Die Taufe habe nicht in Reims, sondern inTours 508 stattgefunden. Gregor habe sie verschwiegen, weil sie zuseiner clericalen Auffassung des Königs, besonders des Westgothen-krieges nicht pafste.

S. 102. Marii ep. Aventicensis chronica, ed. Mommsen, Auctt. antt.IX, 2, 225239. In dem Vorwort sind seine Quellen in etwas ab-weichender Weise behandelt.

S. 110, Anm. 2. Den Landerich, welchem Marculf sein Werk widmete,hält Ch. Pfister für einen Bischof von Metz um 650, weil die Samm-lung in Austrasien entstanden sein müsse, s. NA. XVIII, 710.

S. 114. Zu der Vita Leodegarii tritt jetzt, sie ergänzend und berich-tigend, als hochwichtige Quelle hinzu die Vita Praejecti mit denvon Kruseh neu aufgefundenen Kapiteln, s. NA. XVIII, 629649.

S. 114, Z. 2 v. u. Sathonay 1. Stenay (an der Maas). Vgl. B. Simson,NA. XV, 557 über das Verhältnifs der Vita Dagoberti III zum Textder Annales Mettenses.

S. 115. Ueber die geringe Glaubwürdigkeit der Vita Odiliae handelt,gegen Pfister, W. Wiegand, Zts. f. Gesch. d. Oberrh. NP. VII,730 ff. (NA. XVIII, 702).

S. 116, Anm. 2. Ein Auszug der Vita S. Deicoli ist neu herausgegebenvon G. Waitz, SS. XV, 2, 674682.

S. 117, Anm. 1. 0. Seebafs hält in der Zts. f. Kirchengesch. XIV, S.93ff.gegen Gundlach seine Meinung aufrecht, dafs der Brief MG. Epp. III,177 nicht von Columba sei. Er beginnt daselbst die Ausgabe derSchriften desselben mit Ausnahme der Briefe.

S. 118, Anm. 2. J. Marx behandelt die Vita Agritii in d. Westd.Zeitschrift XII, 37 ff. indem er ausführt, dafs der Vf. nicht ein Ange-höriger des Klosters, sondern ein Mitglied des Domclerus gewesen sei.Er vermuthet, dafs sie von Angilbald, dem Vorsteher der Dom-