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Ji die untern Räume der zweiten und ersten Etage an,
ahrend mittlerweile auch das Dach des südlichen Flügels,'üib Feuer ergriffen, den Brand auf diesen Flügel ausdehnte,so dass zuletzt nur die mit schweren Gewollten versehenenRäume des Erdgeschosses verschont blieben.
Die Umfassungsmauern des dem Rheine zugekehrten Ge-bäudes haben im Erdgeschosse 7 bis 8 Fuss, und selbstnoch in der zweiten Etage 4 bis 5 Fuss Wandstärke. DieseMauern, sowie die innere Wand, welche dem altern Schloss-i heile als äussere Wand diente, ehe das Schloss unter HerzogWilhelm um 1380 vergrössert worden war, blieben stehen.Die gedachte innere Wand hat aber auch wie jene Umfas-sungsmauern eine Wandstärke von wenigstens 7 bis 8 Fuss,was schon daraus hervorgeht, dass aus dem Erdgeschossenach der ersten Etage innerhalb dieser Wand eine ziemlichgeräumige steinerne Treppe hinaufführt.
In gleicher Weise blieben aber auch die nicht so starkenMauern des Südflügels und die ungleich schwachem desKiändehauses stehen. Letztere werden indess bei einemzukünftigen Neubau, wenigstens zum grössten Theile, nieder-gelegt werden müssen, da sie sehr gelitten haben sollen.Es gelang glücklicherweise, dem Brande an der Stelle Ein-halt zu thun, wo das sogenannte alte Schloss an das Gallerie-Gebäude anlehnt, andernfalls wären die Gemälde, welche vonder berühmten alten Düsseldorfer, jetzt in München befindlichenGallerie noch herrühren, darunter namentlich die Himmelfahrtder h. Jungfrau Maria, welche zu den bedeutendem WerkenP .P. Rubens gerechnet werden darf und die Kgl. Landesbiblio-thek, welche gleichfalls viele schätzbare Werke, überhauptaber 50,000 Bände zählt, ein Raub der Flammen geworden.
Aus dem durch den Brand zerstörten Gebäude wurden recht-zeitig das sogenannte Kupferstichkabinet, eine reiche und werth-volle Sammlung von Kupferstichen, Radirungen, Handzeich-nungen u. s. w., sowie die Ramboux'sche Sammlung, die reich-haltige Gemälde-Sammlung des Künstler-Unterstützungvereinsund die Bibliothek der Akademie, grösstentheils unbeschädigtgerettet. Dagegen erlitt der Rheiniseh-Westphälische Kunstver-ein, dessen Räume der Entstehung des Brandes zunächst lagen,den Verlust seiner ganzen Habe, des Archivs, der Original-zeichnungen, der Platten zu den Vereinsblättern, namentlichder Disputa von Professor Keller und „der Spieler" vonKnaus und des Vorraths von Kupferstichen.
Ein unersetzlicher Verlust traf auch mehrere Künstler,die ausser ihren fertigen werthvollen Gemälden und Studien