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Geschichte des Schlosses zu Düsseldorf von seiner Gründung bis zum Brand am 20. März 1872
Entstehung
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eines ganzen Lebens manchen Kunstschatz älterer (derjüngerer Zeit in ihren Ateliers bargen und wovon a&Wenigste gegen Feuersgefahr versichert war.

Mögen Diejenigen, welche mit Unerschrockenheit undMuth, mit Ruhe und Umsicht, mit ungewöhnlicher Kraftanstrengung und Ausdauer bei dem Rettungswerke so viele;'unersetzbarer Schätze thätig waren, des Dankes Aller, ins-besondere der Kunstfreunde und Künstler, versichert sein,

Das Schloss war bis zu seiner Verzopfung unter KurfürstKarl Theodor ein stattliches, gothisches Bauwerk, dessenQuadt von Kinkelbach in seinerDeutscher Nation Herr-lichkeit" rühmend erwähnt.

Obgleich mit zahlreichen und regelmässigen B'enster-Oefi'nungen versehen, war das Verhallniss derselben zu einanderderart gehalten, dass das Gebäude nicht den Eindruck desKasernenstils machte. Das Erdgcschoss halte Oeffnungenungefähr vom Verhältniss der doppelten Höhe zur Breite,die erste Etage Fenster, welche unter ähnlichem Verhältnis;-.die grössten am- ganzen Gebäude waren, die zweite Etagedagegen solche, die zwar von beinahe gleicher Höhe, n\ -i<die der ersten Etage, dagegen aber nur etwas mehr alshalb so breit waren. Nur die Fenster des Erdgeschossesund der ersten Etage hatten Kreuzrahmen, die der zweitenEtage nur eine Brücke zwischen Fenster und Oberliclii.Um das ganze Gebäude, sowohl nach Aussen, als im Hofe,lief eine Brüstung über der zweiten Etage, welche zinnen-artig ausgezackt war und auf kleinen Pilastern ruhte, derenZwischenräume durch gleichförmig fortlaufendes gothischesMass werk gefüllt waren. An den verschiedenen Ecken derBrüstung waren erkerartige "Vorsprünge auf den Mauerkanteirundherum angebracht. Das Dach stieg steil auf und seine,Linien waren hin und wieder noch durch Staffelgiebel undSchornsteine unterbrochen. Das Ganze war Rohziegelbauohne Bewurf, worauf sich die steinernen Fenstereinfassungen.Erker und Dachsimse malerisch absetzten.

Möchte in unserer Zeit, wo der Sinn für die Gothik wie-der erwacht ist, die Restauration des Gebäudes diesemursprünglichen Zustande sich anschliessen und der Zeit deiEntstehung und dem Style dieser Zeit Rechnung tragen,wofür die noch vorhandenen Ansichten des Schlosses ausdem 16. und 17. Jahrhundert die vollständigen Anhalts-punkte bieten.

Düsseldorf, im April 1872.