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Geschichte des Schlosses zu Düsseldorf von seiner Gründung bis zum Brand am 20. März 1872
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Vergrösserung des Schlosses errichtete Thurrn an der nörd-lichen Ecke des Burgplatzes an solcher, da er die ganzeseit dem Jahre 1384 angelegte sogenannteNeustat", näm-lich: Burgplatz, Mühlen- und Kurzestrasse und den Marktdieser neuen Stadt bis zur Flingerstrasse bestrich.

Wie wichtig der Erwerb der Besitzungen Ilaick's vonFlingera für den Landesherrn zum Zwecke der Vergrösserungder Stadt waren, mögen beispielsweise folgende Daten ergeben:

Am 13. September 1322 stellt Haick zu Gunsten desStifts zu Düsseldorf Urkunde über ein Mark brab. ausproemenda ex injuneta michi penitentia ex parte obitus diuadolplü decani ecclesie in Duissildorp" als Lösegeld für die ilunauferlegte Busse in Folge des Todes des Dechanten Adolphund weist diese Rente auf zwei Häuser nebst Zubehör an,nämlich '/, Mark auf das Haus und die Güter, welches TylkinUnter den Weiden jenseits des Bachs bei Düsseldorf hat, in domoet bonis, quam Tylkinus ultra rivum apud Dussildorp" unddie andere halbe Mark auf Haus und Hofstatt der GebrüderKonrad und Johann Kornwebel, zunächst dem Thore vonDüsseldorfin domo et area sita apud portam Dussildorp,quam Conradus et Johannes dicti Kyrnewyviel fratres anobis tenent."

Im Jahre 1341 am 26. März kam es in Folge der Be-schwerden, welche das Stift gegen die Stadt wegen Ent-fremdung des Zehntens erhob, zum Schiedsspruch der lan-desherrlichen Käthe. Es wird in dieser Urkunde hervor-gehoben, dass die zehntpflichtigen Ländereien zu Hausgärtenumgewandelt seien, weshalb die Bürger anstatt des früherenZehntens und zwar die VolibürgerGewaldig man' - ' die an derWaldmark Anfheil und keinen Garten bei ihrem Hofe hatten,sich einen halben Morgen Ackerland zu Garten machen, dieKodier dagegen einen Viertel Morgen Acker ru Gartenumwandeln durften und davon jährlich einen Denar vonallen Küchenkräutern, den Zehnten aber nach wie vor vonLeinsamen, Flachs und was nicht zu den Kuchengewächsengehört, entrichten sollten.

Durch Urkunde vom 1. September 1351 verkauft Tielover der Beke dem inehrgedachten Haick eine Rente, haf-tend zum Theil an Jorys huse oever dy beke, zum Thelivan dem garden dy Joerys is ind dat huys oever der beekso wy dat yt gelegen is und dy geirtruyd hilbrantz dochlcrup dem uever is.

Am 4. Mai 1353 nimmt Haick vom Stifte zu Düsseldorfein Capital auf und verschreibt dafür eine jährliche Rente