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Geschichte des Schlosses zu Düsseldorf von seiner Gründung bis zum Brand am 20. März 1872
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im Jahre 1393 vom Herzog dem Stifte geschenkt und zuden Kapitelshäusern eingezogen wurden. Besagter Thurmbestrich und deckte aber gerade diesen Theil und wurdedurch jene Maassregel als Vertheidigungsmittel beinahezwecklos.

Es bestanden aber auch zu dieser Zeit, wie bei allenBurgen, so zu Düsseldorf Burgmänner, die mit einem zurBefestigung gehörigen Thurme oder Hause als freies Ritter-gut vom Burgherrn belehnt waren. In Düsseldorf gab essolcher Rittersitze zu jener Zeit mehrere, einen am unternEnde der jetzigen Ritterstrasse, dessen Andenken in demNamen Düsselstein sich bis zu Ende des 18. Jahrhundertserhalten hat, dann ausser dem Löwenhause zwei in derNähe des Liebfrauenthors, von denen einen Adolph Knoydenvon Altenreifferscheidt, den andern Johann von dem Vur-wercke zu Lehn hatte. Letzterer lag in dem Vorwerke vorbesagtem Thore, und wurde später unter dem Namen Bane(Schicss- oder Sclieibenbalm) von Herzog Wilhelm im Jahre1539 einem Düsseldorfer Bürger zu zwei Hausplätzen ver-kauft. Er lag da, wo jetzt die Häuser Nr. fünf und siebender Ratingerstrasse stehen und ging bis zum Bache herab.Ersterer lag dagegen gleich neben dem Liebfrauenthore undwird im Memoirenbuche des Stifts zu Düsseldorf als donmslapidea (massives in Stein aufgeführtes Haus) hervorgehoben.

An der Südseite der Stadt und zwar auf dem Wallezwischen dem Stadtgraben und dem Düsselbache unmittelbaran der Brücke beim Schlosse hatte Wilhelm den RitterPhilipp von Steinhorst mit einem Platze belehnt und letztererhatte darauf eine Hofstatt errichtet, welche derselbe, als derZweck dieses Burglehns zugleich mit der Bedeutung desrunden Schossthurmes fiel, dem Stifte zu Düsseldorf im Jahre1402 verkaufte.

Man kann also mit Recht behaupten, dass der Befestigungs-zweck an dieser Seite ganz fortfiel und dass jener Thurmdeshalb lange vor jener Zeit bestanden haben müsse.

Da das Schloss in Gräben lsg und die Dussel dort in dieGräben mündete, so blieb an dieser Stelle nur noch dieBrücke zur Krämerstrasse, deren urkundlich schon 1353 und1355 Erwähnung geschieht. Noch jetzt liegen dem Schloss-thurme gegenüber unter dem Strassenpflaster vier Brücken-bogen hintereinander von circa 2G 1 / 2 Fuss Spannweite, wiebereits früher erwähnt worden.

In dem Maasse wie jener runde Thurm seine Bedeutungverlor, gewann der viereckige durch Herzog Wilhelm bei