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Geschichte des Schlosses zu Düsseldorf von seiner Gründung bis zum Brand am 20. März 1872
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im Laufe des 14. Jahrhunderts die Niederlassungen südlichvom nordlichen Bache und vor dem am jetzigen Montirungs-depot (Kreuzbrüderkirche) gelegenen Liebfrauenthore sichansehnlich vermehrt hatten. Die Stadt hatte diese vermehrteAusdehnung einestheils der Residenz der Landesherren daselbst,theilweise aber auch einem wunderthätigen Gaadehbilde zudanken. Letzteres befand sich, undzwarwie eine erzbischöflicheUrkunde vom Jahre 1445 behauptet, bereits seit fünfhundertJahren, also seit 950, in einer kleinen Müttergotteskapellevor dem genannten Liebfrauenthore. Dieses Thor führtezur jetzigen Ratingerstrasse, wo sich in Folge der viWallfahrten eineVurstat" (Vorstadt) gebildet hatte, zumalda dort neben der Kapelle von den Herren von Eller zurLabung und Aufnahme der Pilger und Kranken, die zujener Kapelle wallfahrteten, schon sehr früh ein Hospitalgegründet worden war.

Ab c auch .südlich von der Stadt waren im Laufe derZeit viele Häuser und Hofstätten entstanden.

Die bergischen Grafen besassen aber südwärts der Stadtnicht Terrain genug, um eine Vergrösserung der Stadt indem gewünschten und zweckmässigen Maassstabe vornehmenzu können.

Der grösste Theil des an der jetzigen Mühlenstrasse bisin den jetzigen Hofgärten hinein gelegenen Terrains gehörtenämlich mit der Mühle am Friedrichsplatze dem RitterHaick von Flingeren.

Ob es nun Argwohn und Furcht desselben vor seinengräflichen'Nachbarn, oder andere Beweggründe waren, genug,diese: 1 Haick von Flingern trug das ganze vorerwähnte Be-sitzthuQ] nicht etwa den bergischen Landesherren, sonderndem Grafen Reinold von Geldern im Jahre 1335 zu Lehnauf. Erst im Jahre 1383 gelang es dem Herzog Wilhelmvon Gülich-Berg mit Haick einen Tausch dahin zu bewerk-stelligen, däss Haick im Gegentausch für seine DüsseldorferBesitzungen einen freien Hof bei Mündelheim erhielt.

Nachdem nunmehr der Landesherr über das ganze südlichvon der Altstadt gelegene Feld verfügen konnte, folgte zuGunsten der Stadt Düsseldorf und deren Vergrösserung undNeubegründung seit 1384 ein Privileg dem andern.

Mit der Erweiterung der Stadt über ihre ursprünglichenMauern und Gräben verlor aber jener runde Hauptthurmdes Schlosses an der Krämerstrasse fast vollständig seineuZweck, indem der Stadtgraben und Wall zwischen demLöwenhause und dem Schlosse bis zum Bache geebnet und