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Geschichte des Schlosses zu Düsseldorf von seiner Gründung bis zum Brand am 20. März 1872
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für Gerhard ihren verstorbenen Gemahl und Vater von allenSteuern befreiten.

Endlich deuten zwei Urkunden zu Gunsten der Johanniterzu Burg auf die wahrscheinlich schon in Ausführung be-griffen gewesene Absicht hin, Düsseldorf zur ständigen Re-sidenz zu erheben.

Mittelst der einen vom Jahre 1362 Dienstag nach St. Martinschenkt die Gräiin Margaretha von Berg und ihr mitregie-render Sohn Graf Wilhelm einen Thnrui des Schlosses zuBurg der Johanniterritter-Cornmende daselbst, welche GrafEngelbert vor dem Jalne 1189 als Tischgenossen auf derneuen Burg aufgenommen hafte.

Mittelst der andern vom Jahre 1363 St. Ambrosiustag(4. April) schenkt Graf Wilhelm mehrere Gärten zu Bargan dieselben Johanniter.

Es muss nun bei dem beschränkten Räume des BürgerSchlosses auffällig erscheinen, dass noch Räumlichkeitendavon abgegeben werden, wenn es nicht in Beziehung mitdein Obengesagten gebracht wird, dass nämlich das Schlosszu Düsseldorf zur Residenz erhoben, Burg dagegen als solcheaufgegeben und nur als Jagdschloss und Sommeraufenthaltbleiben sollte.

In nächster Beziehung steht damit die erwähnte Urkundevom Jahre 1386, wobei namentlich zu bedenken, dass dieStreitfrage wegen des Düsseldorfer Zolles eine der wichtigstenfür das Land war, wie denn auch der erwähnte, im Jahre1384 zu-Düsseldorf erfolgte Tod der Gräfin Margaretha aufDüsseldorf als Hauptsitz hindeutet.

Neben der Gräfin Margaretha fand in der Stiftskirche zuDüsseldorf auch deren Tochter Elisabeth, vermählt mit demGrafen Heinrich dem Eisernen von Waldeck, ihre Ruhestätte,von welch' letzteren das Epitaph mit der Statue dieserGräfin und dem getheilten Wappenschilde von Waldeck undJülich, Berg und Ravensburg im nördlichen. Seitenschiffenoch vorhanden ist. Die letzte bekannte Urkunde, welchediese Gräfin Elisabeth von Waldeck vollzogen hat, datirtvom Jahre 1388. Es ist wahrscheinlich, dass sie kurznachher gestorben ist und zwar wohl zu Düsseldorf, wo derTod sie möglicherweise bei einem Familienbesuche ereilte.Näheres ist darüber nicht bekannt.

Es muss schon frühe gleich nach Erhebung des Dorfeszur Stadt sich das Bedürfniss herausgestellt haben, die StadtDüsseldorf über ihr ursprüngliches Gebiet vom Jahre 1288zu vergrössern, namentlich in Erwägung, dass urkundlich

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