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Geschichte des Schlosses zu Düsseldorf von seiner Gründung bis zum Brand am 20. März 1872
Entstehung
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Das Stift zu Düsseldorf hatte nämlich, nachdem die Stadt,welche sich früher nur auf die noch jetzt so genannte AlteStadt beschränkt hatte, vergrössert worden war, die Gärten,welche an das Stift angrenzten, von den betreffenden Eigen-thümern angekauft und vom Herzoge den Stadtumgang hinterdiesen und der bisherigen Immunität des Stifts nebst deralten Stadtmauer zwischen dem Lewenhaus an der Liefer-gasse und der Brücke am Schlosse und dem entsprechendenStadtgraben und Walle zwischen letzterem und dem Düssel-bache zum Geschenk erhalten. Dieser ganze Strich wurdeals nunmehriges Stiftseigenthum, also durch jene Urkunde,für steuerfrei erklärt.

In späteren Jahren häufen sich die Ausstellungen vodUrkunden aus dem Schlosse zu Düsseldorf, es mag aberdas bereits Erwähnte genügen, um die Existenz des Schlossesam Schlüsse des 14. Jahrhunderts als erwiesen zu betrachten.

Es erübrigt noch, da sowohl der Bau selbst, als die ausdein Schlosse datirten Urkunden so wenig Licht über dieEntstehung derselben- verbreiten, andere Gründe in Erwägungzu ziehen, die entweder Ursache des Entstehens oder Folgedes Bestehens sein können.

Hier tritt uns zuerst die vielfach auch anderwärts sichäussernde Eifersucht und Wachsamkeit sowohl der Erz-bischöfe von Cöln, als der Stadt Cöln wegen * der stetswachsenden Macht und Gebietserweiterung der bergischenGrafen entgegen, die sich namentlich in Beziehung auf Be-festigungen und feste Plätze, der bergischen Landesherren inihrem eigenen Territorium äussert.

Im Jahre 1242 wird der Graf von Berg contraktlich ver-pflichtet, die zu Deutz angelegten Befestigungen zu zerstören.Ein Gleiches geschieht 1286 mit den Werken zu Monheimund würde, wenn der Sieg der Worringer Schlacht 1288nicht Einhalt gethan hätte, wohl waluscheinlich auf alleandern Befestigungen im bergischen Lande, namentlich amUfer des Rheins, der grossen einzig in ihrer Art dastehendenVerkehrsstrasse damaliger Zeit, nachgewirkt haben, wenn solcheauch nicht so nahe bei Cöln, wie Deutz und Monheim lagen.

Bestand also das Schloss zu Düsseldorf schon damals, wie ausdem früher Gesagten anzunehmen ist, so entging dasselbe durchden Worringer Sieg der von jener Seite ihm zugedachtenSchwächung, wo nicht gar seiner Zerstörung und es ist vonbesonderm Gewicht für die Annahme, dass das Schloss schonbestanden habe, der Umstand, dass sofort gleich nach demWorringer Siege der Graf von Berg das unter dem Schutze