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In einer Urkunde Erzbischofs Friedrich von Saatwerdenvom 11. Juli 1392 wird der Appllinaris-Prozession;Jder Wegvorgeschrieben, den dieselbe noch jetzt nimmt. Die Urkundelautet: Ad pium desiderium statuimus eorum (scilicet duciset ducissae) et ordinamus, quod ea die solempnis fiat statiocum reliquiis et transitus fiat de ecclesia per antiquumopidum et per ripam juxta molendinum et per novumopidum directe transeundo per plateam, que ducit de vlyngere,reintrandro per l'orum novi opidi et per pontem usque adecclesiam redeundo. Erzbischof Friedrich von Cöln bestimmtalso auf den Wunsch des Herzogs und der Herzogin, dassdiese Prozession von der Kirche ausgehen, durch die alteStadt und über das Ufer bei der Mühle (Neubrückstrasse)gerade aus durch die neue Stadt (Hundsrücken) zur Strasse,welche von Flingern kommt, gehen und von dort überden Markt der neuen Stadt und die Brücke beim Schlosseam Eingange der Krämerstrasse zur Kirche zurückkehrensolle.
In einer Urkunde vom 12. Juli 1392 trifft derselbe Erz-bischof Friedrich Anordnungen über den Gottesdienst in derSchlosskapelle zu Düsseldorf und die dort eingehenden Sti-pendien und Opfergaben. Es bestand also schon damalseine Schlosskapelle, zu deren Gottesdienst die Bürger derStadt Zutritt hatten.
Im Jahre 1393 am 3. November stellt Herzog Wilhelm zuDüsseldorf eine Urkunde zu Gunsten des Klosters Seligenthalbei Siegburg aus. ,
Vom 14. Januar 1393 datirt eine Urkunde actum Dussil-dorp in Castro ducis montensis, worin der Herzog sich vor dendrei Aebten zu Siegburg, Altenberg und Deutz auf demSchlosse zu Düsseldorf in Gegenwart seiner Räthe Diederichvon Forst, Hermann von Schlickum und Rabodo von Calkum,des Stifts-Propstes Johann de Arena zu Düsseldorf, desDechanten Johann von Solingen zu Kaiserswerth und derRitter und Schildknappen Johann von Winkelhansen, Hein-rich von Elberfeld, Johann von Landsberg, Reinhart vonUlenbroich u. A. eine Copie einer päpstlichen Urkunde fürdas Düsseldorfer Stift durch die Notarien Coelsger vonDuisburg und Theodorich Wicke von Goch beglaubigen lässt.
Durch Urkunde vom Jahre 1396, ebendaselbst ausgestellt,befreite derselbe Herzog Wilhelm und seine Gemahlin Annavon Baiern die Kapitelshäuser zu Düsseldorf und deren Zu-behör, vom Lewenhaus bis zur Brücke am Schlosse, vonallen Abgaben und macht dieses Besitzthum steuerfrei.