— lo-dern Galleriegebäude liegt und seit dem Anbau des lesterenals Verbindung zwischen Scliloss und Gallerie-Gebäude dient,gehört nicht zur ursprünglichen Anlage.. Derselbe ist, wieaus dem im Gewölbe dieses Thurms in der ersteren Etageangebrachten Wappen des Herzogs Wilhelm und der Her-zogin Sibilla von Brandenburg hervorgeht, unter deren Re-gierung hinzugefügt, nachdem ein unmittelbar unter der erstemEtage dieses Thurmes befindliches Ebenster des Seitengebäudeszugemauert worden war.
Das Schloss lag auch bereits schon sehr frühe in Wasser-gräben, denn die Mauer, welche am Rheinufer nördlich undstadtwärts zur Stauung des Bachwassers diente, enthält ebensowie der daran stossende ältere Schlosstheil zwischen denBasaltblöcken Tuff- und Ziegelstein-Füllung. In wie weitdies mit den übrigen Mauern des Schlossgrabens, namentlichder äusseren strassenwärts gelegenen, der Fall ist, lässt sichnicht mehr ermitteln, da diese verschüttet sind. Es scheintaber, dass nach der Seite des Burgplatzes, in der Richtungder Krämerstrasse hin bis zu dieser Strasse, ursprünglichkeine oder nur stellenweise äussere Grabenmauern bestandenhaben. Hier lag und liegt noch unter dem Strassenpflastervor dein Eingang in die Krämerstrasse und einem früherdort befindlichen Thore der alten Stadt, eine Brücke vonvier festen Bogen, jeder von einer Spannweite von 26 1 / aFuss, von der Mitte eines zur Mitte des andern Brücken-pfeilers gerechnet, unter deren letzten südlichsten das eigent-liche Bett des Baches der südlichen PTacade des älterenSchlosses entlang nach dem Rheine zu seine Richtung nahm,wie es noch jetzt unter dem Schlosshof besteht. Hier amRhein regulirte eine Schleusse die Stauung des Wassers,während in der nördlichen Partie des Schlossgrabens und inder erwähnten dort am Rheine liegenden Grabenmauer eineOeffnung nach dem Rheine zu ebenfalls mit einer Schleusseversehen lag.
Nach der Erweiterung des Schlosses in seiner jetzigenGestalt führte der Schlossgraben bis an die dem Rheine zu-nächst gelegene südwestliche Ecke des Schlosses im jetzigenGaleriehofe, woselbst noch gegenwärtig ein Abflusskanal liegt,auf welchem eine Zeit lang eine Mühle — die sogenannteNosthofens Mühle 1746 — lag und der noch jetzt unter demgrossen Bogen am Werfte mündet. Bei Anlage der Gemälde-Galerie wurde der in den Galeriehof fallende Theil desSchlossgrabens bis über die Passage am Haupt-Einfahrtsthoredes Schlosses hinaus angefüllt und trat hier an seine Stelle