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Geschichte des Schlosses zu Düsseldorf von seiner Gründung bis zum Brand am 20. März 1872
Entstehung
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anschliessfc, indem selbst nicht einmal die Fenster des Erd-geschosses mit denen des älteren Baues auf einer Höhenlinieliegen. Im Innern geht zwischen dem altern Theile unddiesem Baue eine schwere mehrere Fuss dicke Wand durch,welche früher über dem Dache noch einen besondern staffei-förmigen Giebel trug. Nach dem Schlosshofe zu ist fernerüber dem mehr erwähnten südlichen, jetzt th eilweise unterdem Hofe liegenden Kellergewölbe, ein 4 bis 5 Steine dickerund hoher schwerer Bogen geschlagen, welcher dazu dient,die innere Hauptwand des Langhauses dort zu tragen, wodieselbe jenes Kellergewölbe trifft. Man erkannte, dass diesesGewölbe zu schwach war, um die neue innere Wand in ihrerprojektirten Höhe zu tragen. Zugleich muss aber auch eineUrsache bestanden haben, welche es nicht rathsam odermöglich machte, das Kellergewölbe zu durchbrechen und fürdie neue Wand hier an dieser Stelle neue Fundamente zulegen. Als nächstliegende Ursache mag dann wohl der Ver-muthung Raum gegeben werden dürfen, dass das Schlosswährend dieses Ausbaues nicht als Wohnung entbehrt werdenkonnte und die Kellerräume gefüllt waren und nicht geleertwerden konnten. Auch mag der Grund dieser Anordnungdarin gelegen haben, dass man damit eine Verbindungzwischen den früheren Kellern und denen des Neubau's be-zweckte. Es war nämlich das nördliche der beiden frühererwähnten neben einander gelegenen Kellergewölbe mit demsüdlichen nur durch eine Thür verbunden und zwar ungefährin der Mitte zwischen beiden Gewölben der Länge nach,während an der Stelle, wo der mehrgedachte älteste demRhein zu gelegene nordwestliche Schlosstheil an das neuzu-errichtende Langhaus anlehnte, gerade keine Verbindungstatthaft war, sondern sehr starke und massive Mauern ein-mal die Herstellung einer Verbindung erschwerten, anderntheils' die Räumlichkeiten dieses ältesten Theils so beschaffen waren,dass eine Verbindung" an dieser Stelle gerade am allerun-zweckmässigsten gewesen wäre.

Es verdient hier eines Ereignisses Erwähnung, dessen sichder Verfasser aus der zweiten Hälfte der 1820er Jahre erinnert.Der damalige Spediteur F. Hartmann hatte von der Königl.Regierung den nördlichen Keller zum Lagern seiner Speditions-waaren, namentlich von Oel, gemiethet und zwar auf langeJahre. Unter den Gespielen des Verfassers war ein Sohnjenes Spediteurs und wurde bei Gelegenheit, dass Oelfässerin den Keller geschrotet wurden und wir Knaben Versteckendarin spielten, zufällig von uns mit einem Bandmesser an