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Geschichte des Schlosses zu Düsseldorf von seiner Gründung bis zum Brand am 20. März 1872
Entstehung
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jenem Material aus den Zeiten Margaretha's von Ravensberg,der Gemahlin Grafen Gerhard's (13481360) herrühren.Ueber einer der gedachten Schieferplatten endlich fand sichein Turnosgroschen des Erzbischofs Friedrich v. Sarwerdenvor (13721414). Alles dieses spricht dafür, dass dieserTheil der älteste des ganzen Schlosses ist.

An. diesen ältesten unregelmässigen Bau lehnt sich östlichdie erste Vergrösserung des Schlosses an. Diese bildet einregelmässiges längliches Viereck mit einem schweren rundenThurme, der an der nordöstlichen Ecke des Baues nach derKrämerstrasse vorspringt und die ganze Umgebung deckt.Neben diesem Thurme liegen in der Richtung von Ostennach Westen zwei gleich hohe mit gleicher Spannung ge-wölbte Keller neben einander, wovon der nördliche sich anden oben beschriebenen älteren Theil anschliesst, der südlichedagegen bis zum Rheine sich erstreckt, bis er in der näm-lichen Fronte mit jenem älteren Bau abschliesst. Inmittendieser beiden Gewölbe liegt der Brunnen, zu dem vom süd-lichen Keller eine Thüre führt, während er aufwärts biszur Flur des Erdgeschosses sich erhebt und möglicherweisefrüher wohl noch in eine höhere Etage geführt haben mag,ähnlich wie man dies bei dem von Friedrich Barbarossaerbauten Kaiserswerther Schlosse findet, in welchem derBrunnen ebenfalls inmitten des Gebäudes bis über die Ge-mächer des Erdgeschosses und der ersten Etage hinaus-geführt ist. Die Umfassungsmauern dieses Theilcs bestehenbis zum Erdgeschosse aus Basaltblöcken, welche in ihrenZwischenräumen als Füllung Tuffstein- and Ziegelbruchstückezeigen, die vielleicht von einem älteren Baue herrühren, derdiesem Theile weichen musste. Im Innern ist Ziegelbau,und führte vom südlichen Kellergewölbe noch ein Gang inder Richtung. zum Bache hin. Nach dem Rheine hin undan das südliche Kellergewölbe anlehnend erhob sich einzweiter Thurm, welcher vierkantig und nicht von so grossenDimensionen wie der gedachte runde Thurm war.

Dieses Schloss, welches gegenwärtig zur Hälfte, nämlichmit dem grössten Theile des südlichen Kellers unter demSchlosshofe liegt, scheint nach der Bauweise, wie sie zwischen1100 und 1300 für derartige Befestigungen bestand, nur inseinen untern, der Vertheidigung gewidmeten Räumen undzwar nur nach Aussen hin in massivem Mauerwerk aufge-führt gewesen zu sein. Die oberen zur Wohnung bestimmtenRäume und Gemächer mögen wohl nur aus Fachwerk be-standen haben, wie sich dies sein- häufig findet und wie