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Geschichte des Schlosses zu Düsseldorf von seiner Gründung bis zum Brand am 20. März 1872
Entstehung
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und letzteres Jahr 1260 brachte eine grosse und folgen-schwere Ueberschwemmung. Jedenfalls darf man annehmen,dass die Veränderungen des Stromes vor Düsseldorf spätestensim Jahre 1260 stattgefunden und dass somit wenigstens vordiesem Jahre das Schloss bestanden habe. Zudem ist dieserdem Rhein am stärksten ausgesetzte Theil des Schlosses derallerschwächste am ganzen Gebäude. Seine Anlage liarmonirtso wenig mit den übrigen Theilen, dass er eine detaillirteBeschreibung verdient, wozu der Neubau des Schlossflügels(jetziges Ständehaus) im Jahre 1844 das Material geliefert hat.Dieser Theil ist in seinem Grundrisse ganz unregelmässigund hat ein anderes Baumaterial, indem er aus regelmässigenSandquadern in seiner äusseren Umfassung besteht, undandere Verhältnisse hat als das übrige Gebäude. Der Unter-bau aus weissgelbem Sandstein ist stellenweise mit Wolken-bürger oder Drachenfelser Haustein untermischt, auf demsich Steinmetzzeichen vorfinden, wie sie um 1150 am Rheineüblich geworden sind. Nach dem Rheine hin ist die Mauerauf Brunnen fundamendirt, von denen einer bei der Offen-legung mit Steinkohlen*) gefüllt sich vorfand, während einanderer in seinem Innern massiv ausgefüllt war. Ob derSandstein Liedberger oder Trierer ist, muss dahin gestelltbleiben. Es findet sich nirgendwo anders in Düsseldorf eineAnwendung desselben aus früherer Zeit vor. Die äussernUmfassungsmauren, durchgehends schwach, haben in spätererZeit von Innen verstärkendes Mauerwerk in Ziegelsteinenerhalten, die noch mit Holz gebrannt sind. Die gegen alleandern Theile des Schlosses verhältnissmässig sehr kleineninnern Räume waren in den verschiedensten Richtungen undHöhen gewölbt und die Gewölbe grösstenteils mit grossenSchieferplatten belegt. Auch fand sich in der Höhe derSchlosskellerflur in einem der Räume ein grosser Spülsteinund in einem andern ebenfalls in der Höhe der Kellerflurein Kaminbusen, der gegenwärtig noch im Schlosskeller zusehen und der nach der Vergrösserung des Schlosses wohlschwerlich noch benutzt worden ist. Im Innern und zwarhauptsächlich in der dem Rheine zugewandten Ecke fandensich auch tief unten in einem nicht gewölbten Raume t Küchen-reste, zerbrochene und ganze Steinkrüge ältesterPorm, wovoneinige das Ravensbergische Wappenschild trugen. . EinBeweis, dass die innern Verstärkungen und die Füllung mit

*) Diese Steinkohlen sind wahrscheinlich bei der späteren Verstärkungder Aussenmauern hinein gekommen. Wie tief der Fundamentbrunnendamit ausgefüllt war, blieb unersichtlicht.