— 60 —
dem. Aber was hilft mir die Aufforderung, wem»ich ihren Ursprung und ihre Bedeutung nicht ken-ne. »Sprich erst, damit ich weiss, wer du bist.«Ei, wie konnte man doch nur in der Ferne und aufallegorischem Wege suchen was so nahe und so of-fen da lag! Hier ist das Nomen und Omen! DasGeräusch allein ist die wahre Stimme der Natur,die mir über Alles Auskunft gibt. Da nun diesesso ist, so muss man sich höchlich darüber wundern,dass die Natur uns noch mit so manchem in diag-nostischer Beziehung doch ganz überflüssigen Symp-tome quält. Mögen das die Teleologen und Panegy-rilter des Schmerzes und Consorten erklären.
Wie der Ton eines musikalischen Instrumentesvon der Beschaffenheit des letzteren bedingt wird,und jede Veränderung in dessen innerer Construc-tion auch eine Veränderung in jenem zur Folge hat,so verhält es sieh auch mit dem Geräusche, welchesin gewissen Organen des Körpers bei deren Func-tion statt findet, wobei nur der Unterschied ist,dass in letzterem Falle, bei krankhafter Veränderungin den Organen und ihren Functionen, die Tönemeistens sowohl in qualitativer als quantitativer Hin-sicht gewinnen, während sie dagegen dort dabei nurverlieren können. So ist bei normaler Beschaffenheitder Brust das mit der Kespiration verbundene Ge-räusch, das sogenannte Respirationsgeräusch, zwar anverschiedenen Theilen z. B. in den Lungenzellen, in