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Das Geräusch in der Medicin
Entstehung
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Hunderts kommen musste, ehe die Medizin sich zudieser grossen Entdeckung bequemen konnte, unddass es dann noch spät erst des Leibarztes ei-nes Napoleon bedurfte um dieselbe aus ihrer Ver-borgenheit an das Licht zu ziehen und gleichsamunter der Aegide def höchsten Gewalt in die grosseWelt einzuführen. Nun klopft jeder Practicus aufdie Brust und auf den Bauch, und denkt nicht andie Mühe und Noth, welcbe die Geburt dieses no-vum inventum seinem Entdecker und der Medizinüberhaupt gekostet hat. Wie ist uns diese Praktikjetzt so leicht, so natürlich, so handgreiilich undwahrhaft selbstredend! Kaum dass wir einen Brust-kranken vor uns haben, so können wir es nicht er-warten, bis er die Weste aufgeknöpft und die Brustentblöst, um mit den Fingerspitzen darauf herumzu klopfen und die erwarteten Töne herauszulocken.Und nun, welche angenehme Ueberraschung und Ge-nugtuung, wenn die Verschiedenheit derselben anverschiedenen Stellen recht deutlich ist, wenn aufder einen ein matter und dumpfer Ton entsteht, undes dagegen auf einer anderen bell und hohl klingt, undman nun sagen kann : hier sitzt es und nirgendwoanders ! was denn durch eine Reüexfunction gleichumgewandelt wird in das : Pulchrum est digito mon-strari et dicier hie est (Pers.) ; während zugleichauch der Kranke das Vergnügen hat sich davon zuüberzeugen und es niaht nur zu fühlen sondern