( 54 )nehmsten und berühmtesten teutschen Völkern; siegränzten gegen Mittag an den Main, gegen Morgenan die Saar, gegen Mitternacht an die PaderbornischeGränzen, gegen Abend sogar bis an die Donau.Zum Beweis dienet die in der Schwäbischen Graf-schaft Oettingen liegende Herrschaft Catzenstein,die von den alten Catten den Namen trägt. Dasheutige Hessen macht nur einen Theil des alten Cat-ten=Landes aus. Julius Cäsar nennt diesesVolk nie Catten, sondern Sueven; sie sollen, wiesie Tacitus in libro de moribus germanorum §. 30weitläufig beschreibt, nebst andern Vorzügen, die übrigen teutschen Völker auch an Verstand und Geschick-lichkeit übertroffen haben.Sueven ist ein gemeinschaftlicher Name vielerVölkerschaften Teutschlands; nimmt man nun diesein einem allgemeinen Sinn, so haben sie den größtenTheil von Oberteutschland jenseits des Rheins beses-sen, und bis an den Main waren ihre Gränzenwoher dann die Catten und Sueven den Ubiernziemlich nahe waren.Julius Cäsar meldet Lib. 4. §. 7. de belloGallico, daß andre teutsche Völker gesagt hätten, daßsie so streit= und mannbar wären, daß ihnen sogardie Götter nicht widerstehen könnten. Er führt dieUsipeter und Teucterer in erwähnter Stelle also redendan: „Sese unis Suevis concedere, quibus ne Diiquidem immortales pares esse possint.Cäsar erzählt, die Ubier hätten schon öfters vorseiner Zeit Kriege geführt; daß Ariqvist, König der
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