(53)Das erste Stammvolk waren die Vandali; daszweite die Inghevon es; das dritte die Istevo-nes; das vierte die Herminones; und dasfünfte die Peucini oder Bastarnae.Von diesen Völkern haben sich die Istevonesam Rhein gelagert, und von diesen sind die Ubierentsprossen. Man beliebe hierüber nachzusehen denCluverius, Speinerus, Cellarius undJohann David Köhler in ſeiner Anleitung zuralten und mittlern Geographie.Woher kam der Hang der Ubier zu denRömernDa die Ubier an den Rhein gränzten, und dienächsten Nachbaren der Gallier waren, so pflegten dieUbier mit den Galliſchen und Römiſchen Kaufleutenauch mehr umzugehen, als mit andern teutschen Völ-kern. Sie nahmen die Gallischen Religions=Gebräu-che und Sitten an, wurden deshalb beliebter, alsandre teutschen Völker. Durch diesen Umgang mitden Galliern und Römern veränderten sich die Ubierjanz, daß man ſie als eine teutſche Nation faſtnicht mehr kannte, weil die Teutschen von Natur rohund ungeſittet waren. Daher entſtand größerer Hangu den Römern und Galliern als zu andern teutschenVölkern, ſo daß man ihnen mit Jul. Caͤſar (Buch§. 3. (de bello gallico) vorwirft: als hätten sie sichhres teutschen Ursprüngs geschämt.Die Ubier hatten mit den Katten und Sueven,hernächst auch mit den Sicambern viele Händel. Dietatten (Catti) dermalen Hessen, waren eines der vor-
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