GVorrede.nim OmmDaß die Götterlehre der Völker vor Zeiten so wun-derlich verschieden gewesen, wird wohl Niemand läug-nen, der die Sammlungen der alten Schriftstellernüber diesen Gegenstand nur etwa durchblättert hat.Denn, sobald die Sünde, die Menschen dahinverleitet hatte, von der wahren Verehrung eineseinzigen höchsten Gottes, die Adam, wiewohl vonGott selbst belehret, seinen spätesten Nachkommenüberlieferte, abzufallen: so wählten sich diese, jedernach seiner Art, aus den erschaffenen Wesen ein ge-wisses Etwas, dem sie nach ihrer Neigung göttlicheEhre erwiesen.Nembrod, nachdem er sich des Babylonischen Rei-ches bemächtiget hatte, und er von den Assyriern alsihr erster König anerkannt und ihm gehuldigt war,bediente sich / um seine Unterthanen desto strenger zunterjochen, des Deckmäntels der Religion schonbergeſtalt, daß er a) alle aufforderte, ja ſogar durchGewalt zwang, dem bis hiehin üblichen, und demhöchsten Jehova gewidmeten Gottesdienste zu entsagen,und einen von ihm an deſſen Stelle gewaͤhlten, taͤglichunter ihnen sichtbaren Gott (das Feuer nämlich),anzubeten.a) Foresti S. J. in seiner Hist. Welt=Beschreibung L. X. C. I.
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