(151):INTERAMNIUM UBIORUM.Das Kupferblatt, wovon die Abbildung Tab. C.diesem Bande beigefügt ist, hat Broelman sei-nem gelehrten Freunde, dem biedern BürgermeisterJohann von Liskirchen, der am 1. April 2608in der Regierung starb, dedizirt.Vor Abfassung dieser Karte, hatte sich Bröl-man ausserordentliche Mühe gegeben, die Meinun-gen der griechischen und lateinischen Schriftsteller zu-sammen zu tragen, um daraus ein Ganzes und beson-ders das jenseitige Interamnium der Ubier zu bil-den und zu gründen. Man sieht also nicht allein aufder Haupt-Karte, sondern auch in dem obern Win-kel derselben linker Hand, daß die Ubier in dem Zwi-ſchenraume des Rheins, der Lippe, der Weſer und derLahn (anstatt lezterer sezt Broelman Adrana, dieEder) ihre ersten Wohnsitze gehabt haben.In dem gegenüberstehenden Winkel sieht manden guten Vater Rhein, den Gott Rhenus, aufdem hohen Alpen=Gebürge sitzend, wie er sich mitdem linken Arm auf die Urne anlehnt, aus welcherdas Wasser herausfließt, was immer tiefer und tiefereinen so grossen und prächtigen Strom bildet, der sichnachher in den großen Ocean ergießt. —Nur die Hälfte des Körpers hat dieser Alte be-deckt; noch besizt er nicht das reiche Füllhorn desUeberflusses, und sein Herrscherstab in der rechtenHand, besteht einzig nur in einem Binsen=Zweige,eben so wenig ist noch sein Haupt mit einem Kranzvon Weintrauben geziert, indem zu den ersten Zeiten,als die Römer an den Rhein kamen, deſſen Ufer noch
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