( 65)ist gewiß, daß die Ubier, obwohl sie auf die Römerso groß thaten, nicht viel Nutzen aus der Expeditiondes Cäsars jenseits des Rheins geschöpft haben.werke; aber der sogenannte weisse Thurm ist nichteinmal von römischer, sondern späterer Abkunft.0Wie weit die Römer es in der Brücken=Baukunstgebracht hatten, davon liefert uns unser kölnische Histo-riograph M. Quad den schönsten Beweis in seiner Be-schreibung, der von Kaiser Trajan über die reissendeDonau gebauten Brücke.„In Mösten bei Nicopoli an dem Ufer der Donau nachMorgen zu, sagt er, zeigen sich noch Spuren und Ue-berreste der vom Kaiser Trajan über die Donau gebau-ten steinernen Brücke, welche unter die sieben Wunderder Welt gezählt wird. Zwanzig aus Einem Quader-Steine in das Wasser gebauten Säulen, haben jede ohnedie Fundamenten, 150 Fuß Höhe und 60 Fuß Breite;eine jede Säule ist von der andern 170 Fuß entfernt,und alle sind durch Schwibbogen miteinander verbun-den. Hiebei ist zu bewundern, auf welche Art, durchwelche Macht und Kunstwerke, man in einer solchenHöhe, in einem von Strudel und Wasserwirbel so reis-seaden Flusse, diese sämmtlichen Säulen von Grund aufhabe erbauen und die Fundamente von solcher Größeund Schwere befestigen können, da die Fuhrt allda nochnebenher so schlammigt ist, und der Lauf des Flussesnicht anderstwohin geleitet werden konnte. Auch hältes schwer zu beschreiben, welche Höhe und Tiefe hier
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