(62)Pompejus sagt, Cäsars Zug gegen die Teutschenwäre eher wie eine Flucht als ein Krieg anzusehen;er hätte weder beim ersten Uebergange die Sicam-brer, weder beim zweiten die Sueven angegriffen.—wollen. Andere rathen auf Vingen, VoppartKoblenz, Breisig u. s. w. Mannert schreibt:Wahrscheinlich schlug er in der Gegend von Koblenzseine Brücke, denn sein Marsch erlaubt nicht, daß esMaynz oder Bingen war, auch nicht die Lage derUbier und Sigambrer. S. Mannert Germa-nien II. Th. S. 223. Hoffman nimmt den weis-sen Thurm, wo die Fränkischen Armeen in den Jah-ren 1795, 96 und 97 ebenfalls übergiengen, als denPlatz des ersten Ueberganges des Cäsars an, „nämlichüber die jetzige Insel, die damals eine bloße Sandbankwar.“ Zwey Jahre nachher, so schreibt letzterer ferner,erschien Cäsar wieder zwischen Koblenz und Ander-nach; er baute eine zweyte Pfahlbrücke, etwa bey demjetzigen eine halbe Stunde oberhalb Neuwied gelegenen Dorfe Ormütz, passirte hier den Strom und rücktegegen die Katten nach der Oberlahn vor u. s. w.daß der Uebergang entweder an den zuletzt genanntenOertern, oder wenigstens nicht viel tiefer herab geschah,also überhaupt in dem Kessel, der sich zwischen Koblenund Andernach befindet, dies stimmt mit der Ge-schichte am meisten überein; denn erstens wohnten hiernoch die Ubier (zwischen der Sieg und Lahn). 2tens:Aus ihrem Lande konnte er leicht zu den Sigambernkommen, welche nördlich Nachbaren der Ubier waren,und an der Sieg ihren Wohnsitz hatten; gegen diese
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