Druckschrift 
Bd. 1 (1819)
Entstehung
Seite
61
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)( 61)hätte. Indem nun Cäsar selbst schreibt L. 4. Cap. 9.de bell. Gall: Er hätte die zweite Brücke etwas höherangelegt, als die erste: also muß die erste bei Ander-nach gestanden haben. Diese Meinung scheint die beste*zu seyn.nEin neuerer, um die Geschichte der Rheinlande ebenfallssehr verdienstvolle Schriftsteller, der Herr Prof. Mi-nola, giebt über die bestrittene eigentliche Stelle derCäsars=Brücke, in seinem Werke: Uebersicht dessen,was sich unter den Römern seit Jul. Cäsaram Rheinstrome Merkwürdiges ereignete,folgende nähere Erläuterungen:Als Julius Cäsar über den Rhein sezte, gab es sowenige Oerter, daß er uns deswegen in Ungewisheit lassenmuste, wo sein Uebergang geschehen sey, weil er keineStadt, keinen Flecken oder Dorf zu nennen wuste, inderen Nähe er seine Brücken schlug. Wie gern würde erdies gethan haben: Er der uns sonst die Plätze seinesAngrifs, seiner Lager, seiner Uebergänge über Flüsse inGallien so genau angiebt? Am Rheine konnte er auchnichts von allem dem nennen, denn es war nichts da.Seite 193 sagt der Herr Verfasser:Aus diesem ergiebt sich dann auch die Antwortauf eine bisher von Alterthumsforschern immer vonneuem aufgeworfene Frage, diese. nämlich: Wo giengdann J. Cäsar über den Rhein? Wie viel ward überdiesen Gegenstand zu verschiedenen Zeiten gerathen?Ritter in seinen Denkwürdigkeiten von Wiesbadenstimmt für Maynz, Habel scheint ihm beytreten zu