Druckschrift 
Bd. 1 (1819)
Entstehung
Seite
58
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( 58 )ein Bündniß. Cäsar L. 4. C. 16. sagt von ihnen:Ubii, qui cum ex transrhenanis ad Caesarem Lega-tos miserant, obsides dederant, magnopere orabant.ut sibi auxilium ferant, eo quod graviter preme-renturAuf dem hiesigen Rathhause *) in einem Vor-zimmer ist ein Gemälde vorhanden, das diese Ge-schichte darstellt, wie die Ubier erscheinen und demCäsar das Bündniß anbieten.Dieses Bündniß war von Seiten der Ubier sehrerniedrigend, weil sie Geisselen geben mußten; einZeichen, daß ihnen Cäsar nicht traute. Cäsar hatdies Bündniß nicht gesucht, sondern die Ubier habenes ihm angeboten. Die Annahme dieses Bündnißesvon Seiten Cäsars, muß also als eine Gnade angese-hen werden.Man kann das Bündniß der Ubier mit jenen,so L. 1. Machab. Cap. 8. vorkommet, und dem erstern100 Jahr ungefähr vorgehet, vergleichen, wenn mandie Worte:Sicut placuit Romanis. V. 28. wohlbemerkt.Julius Cäsar ward von den Ubiern gebeten, ermögte über den Rhein gehen, und ihnen die Suevenvom Halse schaffen; er thats, schlug eine Brücke überden Rhein, und gieng auf die Sicambern los, weildiese ihm im Kriege mit andern teutschen Völkernhinderlich gewesen waren*) Jetzigen Gemeindehause.