—( 56.)an die erste hölzerne Brücke über den Rhein zu schla-gen, wozu die Ubier ihm viele guten Dienſte leiſteten.Mit eigenem, zufriedenem Stolze schildert er es selbst,wie in zehn Tagen Zeit das Holz zu seiner Brückegeschnitten, beschlagen, eingepfählt, zusammengefügt,und das Heer von ihm darüber geführt wordensey. Er setzte über den Rhein und nach 18 Tagen,da er die Feinde beſiegt und alles ringsum verwuͤ-stet und verbrennt hatte, gieng er wieder zurück nachGallien und die Ubier deckten mit ihren Fahrzeugenie Brücke sowohl, als den Rückzug.Die Ubier hatten mit den Catten und SuevenKrieg, und hiezu gab zwischen den Catten und Sue-ven einer und den Ubiern andrer Seits Anlaß undGelegenheit: 1) die Nachbarschaft — Vicinitas estfocunda Mater bellorum; 2) der kriegerische Geistdieser Völker; 3) Jagd und Viehweide, woher dasalte Sprichwort abstammt: „kein Müller hatWasser und kein Schäfer hat Weidegenug;“4) die unbestimmten Gränzen* * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *Die erste Fehde war, wie wir gehört, nach derNiederlage des Ariovist von den Ubiern selbstangefangen worden; nachher haben die Ubier baldwieder mit den Sueven zu thun gehabt, und weil sienun zu schwach waren und nicht widerstehen konnten,so wurden sie von den Sueven überwunden und zins-bar gemacht. Und worin bestand dieser Tribut? ver-muthlich in baarem zu entrichtenden Gelde, wozudie Ubier sich gegen die Sueven anheischig gemachthattenWie konnten ſie aber Geld entrichten, da Tacitusden alten Teutschen meldet, daß sie wenig aufp.
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