( 52)sitze, so tritt der Modus ordinarius acquirendi rerumDominium, nempe occupatio ein, weil ein jeder insolchem Falle ein gleiches Recht hat, mithin sind solcheSachen primo occupantis. Colonien sind Pflanzstädte,wenn eine Nation sich eines entfernten Landes be-mächtiget und allda ihren Sitz aufschägtDarf man daraus, daß eine Nation in ein ent-ferntes Land Colonien überschickt; auf die Unterthä-nigkeit dieses Landes zu der fremden Nation schließenDies war der Fall des lezten amerikanischen Krie-ges, wo Pflanzstädte von ihnen ausgegangen waren.Die Engländer behaupteten, diese Städte gehörtenihnen zu; nun aber geht die Pflanzstadt mit einerausdrücklichen Einwilligung vom Mutterreich, um sichvon diesem. zu trennen, zu einer fremden Gegendund dann ist der neue Staat unabhängig, und solcheColonien machten die Gallier aus, geschieht diesesaber nicht mit Einwilligung, dann bleibt derselbeabhängig.Zu welchem großen Stammvolke Teutschland-sind die Ubier zu rechnen?Cäsar schreibt von den Ubiern, daß sie zu den Teutschen gehörten, die Teucterer und andre teutschenVölker hielten die Ubier, da sie noch jenseits denRheins waren, für Teutsche.Nach der Eintheilung des großen Teutſchlandsdie Plinius Hist. naturali gemacht hat, und vonden Geographen beibehalten wird, waren in Teutſchland fünf große Stammvölker, wovon die übrigenNationen herkamen.
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