( 46)noch begreifen, warum sie die Hülfe ausländischerVölker (der Römer nemlich) gegen die unbändige Sue-ven, die sie allenthalben so feindselig überfielen,nachgesucht haben. II) Wäre es ihnen nicht einLeichtes, ja wären sie gleichsam nicht dazu gezwungengewesen, wenn sie, wie es erwähntem Verfasser zuſagen beliebt, an allem ſo großen Mangel litten, daßsie ihre Wohnsitze hätten verlassen und diese dorthinwo sie sicherer waren, hätten verlegen müssen, damitsie Haus und Hof, Weiber und Kinder und sichselbst für dergleichen Ueberfälle der Sueven schüztenund denselben entgiengen. Die Ubier thaten abernichts weniger als dieses, denn als der große (Divus)Julius, nachdem er ſchon über den Rhein *) zurückgesezt und von seinen ausgesandten Kundschafternvernommen hatte, daß eine unzählige Menge Sueversich gegen seine Heer=Völker in dem Harzwalde be-waffne und rüste, und er darüber so in Schreckengeriethe, daß ihm kaum so viel Zeit übrig blieb, einerTheil der über den Rhein geschlagenen Brücke nochrückwärts zu zerstören und über Hals und Kopin aller Eil, allenthalben die große Strecke des Rheinszu verlassen, und sich zurück zu ziehen: so läßt siemit allem Recht fragen, würden in diesem AugenblickII) Idem de Bello Gall.Man sehe die beiden Abbildungen der von Julius Cäsarzur Hülfe der Ubier gegen die Sueven und Sicambrer52 Jahr vor Christi Geburt, über den Rhein geschlage-nen Pfahl⸗Brücken.
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