Druckschrift 
Bd. 1 (1819)
Entstehung
Seite
45
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(45)Anderntheils sagt er folgen die Ubier kk) welche faſt vom nemlichem Volke und viel fanft- müthiger sind, als die übrigen, weil sie am Rheinwohnen, und viele Kaufleute öfters zu ihnen kom-men; daher ist es geschehen, daß sie wegen derNachbarschaft die Sitten der Gallier sich angewohnthaben.Dieses Zeugniß des Cäsars über die Ubierentscheidet ganz klar, und liefert folgende Gründegegen den anonymen Verfasser des Manuscripts anden Tag, woraus erhellen wird, daß unsre Ubier ihreersten Wohnsitze nicht immer verwechselt, eben so we-nig, als daß sie zum Geschlecht der Gallier gehören;denn 1) wenn viele Kaufleuie, nach dem Zeugniß desJulius Cäsar, öfter zu den Ubiern gekommenind, so hat bei ihnen der Handel geblühet, mithinherrschte weder Mangel an Geld, noch waren sie gezwun-gen mit wenigem, Unterhalt sich zu behelfen; denn woeine Stadt durch den Verkehr, durch den Handel undWandel der Kaufleuten berühmt ist, dort ist auch Ueber-fluß an allen Sachen, und eben so an den Nahrungs-mitteln; denn durch vielen und guten Handel ist anallem ein reiches Gedeihen. Es hat die Ubier alsoweder eine ſchmale Koſt, weder Mangel an Nahrungahin gezwungen, daß sie sich immer neue Wohnsitzeſuchen, noch von einem Orte zum andern wandernnußten.Wenn die Ubier so geneigt zum Auswanderngewesen wären, so läßt sich wahrlich nicht absehen,e11) Caesar lib. 4. de bell. Gall.