(43')Rom regiert habe, Gallien so fruchtbar an Getreideund eine so große Anzahl Völker daselbst gewesen seye,daß diese Vielheit derselben kaum habe übersehen undeben so wenig habe regiert werden können. Ambiat,der König von Gallien, hätte daher, nachdem er dasOrakel um Rath gefragt: nach welchen Ländern hiner den Bellovesus, und den Segovesus sendensolle? dem Götterschluß zufolge dem BellovesusItalien, und dem Segobesus den Harzwald angewiesenund zuerkannt.Schließlich führt er an der obenerwähnten Stellenoch Julius Cäsar an: „Ac Fuit antea tempus,cum Galli propter hominum Multitudinem, agriqueinopiam trans Rhenum Colonias mitterent.“ (Auch„war vorhin eine Zeit, wo die Gallier wegen über„ grosser Anzahl der Menschen und wegen Mangel„an Ackerland, ihre Völker hinüber jenseits des„ Rheins sandten.Aus diesem Allen zieht also der anonyme Ver-faſſer die Schlußfolge, daß von Segoveſus, nach-dem er sich des Harzwaldes bemächtigt hatte, jenerZwischenraum, der späterhin als der wahre Wohnsitzder Ubier soll bewiesen werden, von ihm angefallenworden seye, und daß dieses Volk, welches man nach-her mit dem Namen der Ubier benannte, ihm seinGeschlecht und Herstammen zu verdanken habe.Allein man wird finden, daß diese Anmerkungenzu seicht sind, als daß man dieselben bestimmt alseine Grundlage annehmen kann; denn angenommenauch, daß einige Gallische Völker Vorzeiten nach Teutsch-land geführt worden sind, wer wird dabei nicht klar
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