(20)gion und Gottes=Lehre unsern Ubiern eingepflanztwelcher sie in den ersten Zeiten auch treu gebliebensind.Daß nun alle Teutsche, so wie unsere Vorfahrendie Ubier, von diesem Stamm=Geschlechte entstanden sind, und ihren Ursprung haben, soll weitläufſiger in der Folge bewieſen werden.Es wäre nur zu wünschen gewesen, daß dieseReligions=Lehre, so wie sie ihnen von Japhet beigebracht worden war, von ihnen wäre beibehaltenpim zeigt sich der Arrarat in seiner ganzen bedeutungsvollen Größe. Seine Eigenthümlichkeit trifft mit defeyerlichen Beschreibung der Mosaischen Sage zusammenUm seinen Gipfel bilden Wolken einen ewigen Gürtelin dem Donner rollen, Blitze zucken, Wolken sich thürmend umherziehen; indeß zu seinen Füßen die Ebne instetem Sonnenschein glänzt, selten von Regen benetztHier, erzählte das Volk, stieg Noah aus der Arche undopferte dem Herrn; von hier bis Erivan war die Wiegdes ersten Menschengeschlechtes, hier soll das Paradiesgeblüht haben, hier in der Folge der Zeiten Noah gelebhaben, ehe die große Fluth ihn hinweg trieb, und hienach ihr zurückkehrend, den Weinstock gepflanzt habennoch zeigen die Einwohner, wo dieser zuerst wuchs, unin Marant zeigen sie seines ersten Anbauers Grab. Vondiesen geheimnißvollen Sagen, die im Morgenrothe deGeschichte kindlich empor ziehen, schreitet die Geschichtdieses Landes weiter zu Heroen und blutigen ZeitenSemiramis beförderte den Anbau dieses BodenAlexanders Siegeslieder tönten an diesen StrömenHannibals erhabner Unmuth sprach an dem Thronseiner Fürsten; römische Heere fanden auf dieser grüneErde ihr Grab. — Alles verschwand und ward vergesen, sie allein blieb ewig grünend zurück.“
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