(21)worden, so wären sie wahrlich nicht in so viele Irr-thümer und Aberglauben verfallen. Jezt aber da seitden Lebzeiten des Noe, und jenen Zeiten, wovonJulius Cäsar, Tacitus und mehrere andere uns daseigentliche Geschehene aufbewahrt, und geschichtlichbeschrieben haben, zweytausend und vierhundert Jahreverflossen sind; so haben ihre Nachkommen in diesemZwiſchenraume viele irrige, unſinnige, abergläubiſcheGebräuche eingeführt, sich verschiedene Götter undGöttinnen selbst gewählt und erdichtet, und Götzen-bilder aus Gold, Silber, Holz, Stein und so weitergeschnitzt, und geformt, woher es dann auch kam,das ihre Religion so wie sie das lezte Jahrhundertpor Christi Geburt war, nicht als eine wahre, sondernals eine falsche abgöttische Religion zu benennen ist.Um dieses besser ergründen, und beurtheilen zukönnen, wird es nothwendig seyn, zu erfahren undzu wissen:1) Welche Götter und Göttinnen man sich ge-wählt, und geschnizt habe, wie man sie verehrt, wel-che Opfer 2c. man ihnen gebracht habe2) Wie ihre Tempel und Altäre (Arae) beschaf-en gewesen sind3) Mit welcher heiliger Ehrfurcht, Achtung undliebe man die Verstorbenen behandelte?— Welchesalles in folgendem Werke näher beleuchtet werden soll.
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