(8)—wöhnliche Höhe überschreiten, aufstößt, so erwecktdiese Höhe des Waldes, dieser heimliche Ort, dessendunkler Schatten fast Verwunderung erregen muß,einen sichern Antrieb und Instinkt zu glauben, daßallhier ein Gott seine Wohnung habe.Allein nachdem von den Galliern n); einem derVerschiedenheit der Religionen besonders ergebenemVolke, mehrere zu verschiedenen Zeiten über den Rheingezogen, und die Römer selbst unter ihrem Anführer,dem großen Julius Cäsar mit ihnen Handelsverträgeund Freundschafts-Bündnisse eingegangen waren,ſo haben ſie ſich auch allgemach vor und nach zuden Götzenbildern und zu der Verehrung falscherGöttern hinreiſſen laſſen. Woher dann als Grundſatzfestgesezt werden kann, daß es eine von unsren so-wohl als ausländischen Geschichtschreibern allgemeinangenommene und wahrhaft gegründete Meinung ſey,daß unsere Vorfahrer, die Ubier, zwar Götzendiener,die an mehrere Götter glaubten, jedoch aber keineGottesläugner waren.Diejenigen aber, welche schonender gegen ihre äl-tern Vorfahrer seyn wollen, werden den einen so-wohl, wie den andern Fehler des Glaubens an sopiele Götter, mit dem Mantel der Liebe bedecken,und sagen, daß sie nur einen höchsten, dem mensch-lichen Auge unsichtbaren Gott unter einer Artvon Vorbild, Gestalt, oder Figur des Mars,Bacchus, Hercules verehrt, mithin die erstevon Noe empfangene Religion beibehalten haben,a) Jul. Caes. de Bellq Gallico.
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