)(7)der gelehrten Welt zur Genüge bekannt sind, will ichhier übergehen.Unsere Ubier, und alle Teutsche, obschon sie vonder Verehrung eines alleinigen Gottes abgewichenwaren, und dem Glauben an mehrere Götter anhingen,hatten mit der Muttermilch doch eine weit edlere undhöhere Meinung von den Göttern eingesogen, alsdaß sie dergleichen geschnizte Bilder, Figuren oderStatuen verehrt hätten-Denn zufolge dem Zeugniße des Tacitus 1) hieltensie es für schändlich, Götter zu halten, wie auch die-selbigen in menschlicher Gestalt vorzustellen; allein sieweihten ihnen die Haine und Wälder, und diese Ein-samkeit, diese schattigten Orte, ja die Stille selbst, wonichts als Ruhe herrschte, benannten sie mit den Na-men verschiedener Götter, daher waren ihnen dieWälder, die Haine, die dunklen Orte, die Bäumeund Berge desto heiliger und ehrwürdiger, je weitersie vom Himmel entfernt waren. Deorum nominibussecretum illud, sive ipsum silentium, et opacaappellabant; inde et sylvae, luci, arbores, et montes quo propius à coelo aberant, iis sacratioresWorüber Seneca sich so ausdrückt m): „Sitibi occur-rit vetustis arboribus, et solitam altitudinem egres-sis frequens lucus, illa proceritas silvae, et se-„cretum loci, et admiratio umbrae fidem Numinis„facit.“ („Wenn dir ein schattigter, dunkler Ort, dermit uralten Bäumen dicht bepflanzt ist, die die ge-1) Tacit. in libello de Moribus.m) Seneca Epist. 41.
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