(6.)„= = = = sondern ich diene demjenigen, den ich nicht„ ſehe“ — „Und wer iſt dieſer?“ — frug ihn Au-gustinus — „Es ist eine unsichbare Gottheit“„ antwortete er — die ihren Sitz in diesem Bilde„ hat.Woher dann auch dieser große Lehrer i) öffentlicherklärt, daß ihn diese Antwort so in Erstaunen gesezthabe, und er nicht habe begreifen können, wie dieSinne eines Menschen so verrückt werden könnten,daß er einer leblosen Sache, die er mit seiner eignenHand verfertiget hat, und worin er seine eigene Fi-gur anerkennen muß, göttliche Ehre erweise.Daher konnte auch Cato (nach dem Zeugniße desCicero, im zweiten Buche über die Natur der Götter)nicht begreifen, wie einer, der aus dem Gesange derVögel und so weiter zu weissagen pflegte, einen an-dern Narren oder Betrüger des gleichen Gelichters,ohne Lachen habe ansehen können.Weit klüger hat wahrlich Numa Pompilius, nachdem Romulus erster Kaiser der Römer, gehandelt, dak) er aus ihren Tempeln alle Bilder und Figurenvon Menſchen und Thieren werfen ließ, ſo daß hun-dert sechszig und mehrere Jahren nicht das geringstemehr von einem solchen Götzenbilde in den Tempelngesehen worden ist.Die Meinungen und Sentenzen eines Socrates,eines Plato, Aristoteles, Cicero und anderer, welcheei) L. 8. de Civit. Dei C. 23.1) Plutarch in Numa
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