Druckschrift 
1 (1879) Glossen zu biblischen Schriften
Entstehung
Seite
XIII
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Vorwort xiii

rechnet, anließ, haben wir es uns angelegen sein lassen, für die leichligkeit undbequemlichkeit der benutzung sorge zu tragen, zu dem zwecke wurden am köpfe jederseite die bisherigen abdrücke der einzelnen glossare mit ihren Seitenzahlen und dieGräff'sehen sigleti * vermerkt, die Zeilen einzeln gezählt und die auflösung der ingeheimschrift geschriebenen warte, soweit diese nicht bereits aus den umgebenden gll.erhellte, in den anmerkungen mitgeteilt, die blau- oder Seitenzahlen sind angegeben,damit demjenigen, der für einzelne stellen die hss. leider befragen will, zeit er-spart werde, sie mustern, wol ohne schaden bei dem glossar Rz. fortbleiben, dadie benutzte collation sie nicht bot. dass der von mir bei den deutschen warten ander hand der mss. durchgeführte Wechsel von scriptum Continus und distineta, währendSievers durchweg distineta verwandt hat, Schwierigkeiten des Verständnisses hervor-rufen könne, hoffe ich bei den benutzem dieses Werkes nicht befürchten zu brauchen,ich habe jene unterschiede darum beibehalten, weil die art der worttrennung nichtselten die entstehung von fehlem erklärt oder für nähere Verwandtschaft einzelnerhss. zeugt, freilich niuss ich bekennen, dass in diesem betrachte die von mir gelie-ferten texte manches werden zu wünschen lassen, denn einerseits lagen bei derbearbeitung nicht die originale selbst, sondern meine abschriften oder collalionen vor:und kann schon eine sonst exacle abschrift den hss. in diesem punete nur unvoll-kommen gerecht werden, so ist das in noch viel geringerem grade einer collationmöglich; andererseits geschah es auch bei der herstellung des druckmanuscripts zu-weilen, dass glossen, die sich nur durch zusammenschreibung oder Irenuung ihrerbuchstaben unterschieden, unter einem ansalz zusammengefasst wurden, ein versehen,für welches bei der correctur aus raumgründen eine remedur nicht immer ein-treten konnte.

Überhaupt sind wir uns völlig klar darüber, wie weit unsere leistung hinterdem idealbilde, welches wir uns von einer solchen geschaffen halten, zurückbleibt,es ist eine billige anforderung, die man an den herausgeber eines einzelnen glossen-denkmals stellen darf der übrigens von unsern Vorgängern bisher nur in ganzseltenen fällen genügt wurde, dass er die von ihm benutzte hs. erschöpfe: woaber, wie hier, hunderte von hss., zuweilen unter den ungünstigsten Aufseren Ver-hältnissen, im kämpf mit widerwilligen bibliothekaren, auszubeuten waren, da wirdes wol entschuldigt werden können, wenn dann und wann eine kleinigkeit übersehenoder eine glosse ausgelassen wurde: es wird das entschuldigt werden können im hin-blick auf die wesentlich verbesserte, zuweilen total umgeänderte gestalt, in welcherziemlich alle bisher bekannten glossendenkmäler nunmehr erscheinen.

Sind wir somit der ansieht, dass eine allen denkbaren anforderungen völliggenügende ausgäbe erst das resultat einer nochmaligen minutiösen vergleichung unserertexte mit ihren hss. sein könnte, so hoffen wir doch, wenn im laufe der jähre unsein naclifolger erstehen sollte, der gewillt wäre, die ganze entsagungsvolle arbeit zuwiderholen, diesem sein werk in gleichem mafse erleichtert zu haben, in welchem das

* nur dass statt Grafts abhreviatur Bib. die verständlichere und gangbarere Bibl. ge-wählt und für üff. = Acta apostolorum, das in seinem Verzeichnis auf einem druckfehlerberuht, die im Spraclischatz selbst regelmäßig angewandte bezeichnung Mz. eingesetzt wurde.