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Die heilige Regel für ein vollkommenes Leben : eine Cisterzienserarbeit des XIII. Jahrhunderts ; aus der Handschrift Additional 9048 des British Museum
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bereit und gegerwet meffe zu fingene und iglich enge] und heilige hette eineGinnende kerzen. Si wart gewurt zu der gefelfcaft vnfer vrowen, di gaplr e eine brinnende kerzen. Do horte fi wi alle di engele und alle di heiligen"i da waren, fungen daz introiturn und iglich kor Jane fin kyrieleifon mitI49>>] vrolicher ftimen. Sente Stephan und Sente Laurentiuf lafen daz ewan- 5gelium und di epiftelen. Na dem offertorio fo quamen alle di engele und di"eiligen di in himelriehe waren, und Offerten ir kerzen unferme herren. DiJuncvrowe hette groze begerunge wi fi ir kerzen mochte behalden, und hild11 walte mit beiden banden, biz daz vnfer herre ir di kerze abe brach obWendich den banden. Do ir geilt wider quam und irwachete, do vant fi 10( *er kerzen ftunp in iren bette ligen mit fchonheit und mit grozer fuzekeite.Alle di daz heilige waz gefallen, di enphengen groze fuzekeite und vanöote i'underliche genade. Diz heilicdum ift noch in der felben ftat behaltenUnd gefcheint da groze zeichene, und alle jar an unfer vrowen lichtmeffe°uget man ez allen di ez gefehen wellent. 15

(33.) Dife felbe juncvrowe dachte zo einen ziten na unferez herrenkintheite, wi wol unfer vrowen mochte fin do fi mit irme kinde umbe ginc.lo lde fi daz minnecliche kint nich wan einez hau gefehen, fo kun ir uf ert-liche nimer grozer vrowede fin gefehen. In difeme gedancke fo begunde einWiplich bilde vor ir ftan, daz waz vil lüttere dan ie wurde denhein kriftal. 20^iz bilde hette ein kint in fime übe fizende, daz waz gelich Gutez fune vanhimelriehe. Der hette eine cronen, di hette drie zinken, di wurden zu drinboumen alfo groz daz fi allez ertriche begriffen. Der erfte boum hette nichtfruchte und fazen vil und vil lute uffe. Der ander boum hette genugv i'uchte, und fazen gar vil lute uffe di alle ir houbet nider flugen und wol- 25den nicht daz obez gefehen mich berurren. Der drite boum hette gar vilfruchte, und fazen uzermazen gar vil lute uffe. Ein deil der lute betten ir°ugen nider geflagen und wolden dez obez noch gefehen noch beruren. Dianderen fahen ez ane und wolden ez nicht ezen. Di driten fallen ez anegeluftlichen und azen ez gar fuzlichen. Do horte di juncvrowe eine ftime, 30di fprach daz [50 r ] uffe den drin boumen fazen alle di uf ertriche lebendicweren, Di uffe dem erften boume di weren vir urteilet daz fi Got nimer

16. Quelle, wie No. 32; auch in des Caesarius Homilien Pars III (hsgb. von S. A. Ooppen-t( ein, Cöln 1615, p. 37 col. 2); doch ist der deutsche Text viel ausführlicher.

1. meffe] davor über der Zeile an von G eingetragen. 12. enphengen] ph'e 0. 15. ouget]C ändert in zouget. 17. ginc] l C. 18. kun ir] ursprünglich; C tilgt u durch einen Punktu nd setzt o darüber, ferner fügt er an das n ein d' de, also konde ir. 19. nimer] I O.

21. gutez] 0 tilgt u durch einen Punkt und setzt o darüber, van] 0 ändert a in o. 24. ge-nug] \\ C. 26. nucll] C tilgt u durch einen Punkt und setzt o darüber. 30. fuzlichen]" 0. Si. fazen] dahinter über der Zeile ergänzt von C: daz waren. 32. nimer] i 0.