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Die heilige Regel für ein vollkommenes Leben : eine Cisterzienserarbeit des XIII. Jahrhunderts ; aus der Handschrift Additional 9048 des British Museum
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riche, gentwurtet hette, To folt du fchire und kurzliche van dirre werltefcheiden und folt zu mir und zu mime kinde und zu dime vrunde kümen undewige vroude mit unz haben und zwirent alfo grozen Ion enphan alle duime gebe'.5 Sente Johannez fprichet: 'brüderliche truwe und minne bedeckent un«verdiligent di meine der funden'. Di wifheit meret lieh fwenne man fi teilet,behaldet man fi, fo geit ir abe: daz felbe ift an bruderlicher minnen. SeilteAuguftinuf fprichet: 'daz ift mir ein groz gäbe van Gote dez ich nicht han anmir..........................................

10 149'] deme lebene di un wandelberich wifheit in der geweidiger, driveldiger,einveldiger ewecheite. wan dife engele unferez herren willen baz wiffen anallen dingen dan di under in fint, fo heizent fi Cherubin, daz fprichet: volle-kümene wifheit. In difen kor und zu difen engelen gehörent alle di durchGotef libe gerne lefent und ftuderent an der heiligen ferifte wi fi Gotez gute

15 irkennen und irez felben gebreften. Den felben gefchit vil gutez und ougeteBGot vil finez willen. Gregoriuf: 'Swer zu allen ziten mit Gote und in Gotewille wefen, der fal gerne lefen, beten und Gotez wort hören'. Alfe man lifetmit andacht, fo redet Got mit den menfehen, und fo man daz Gotez worthöret mit demutekeite, fo beritet man deme heiligen geifte enne wec in daz

20 herze. So wir mit innenkeit beten, fo gent unfer wort durch di oren Gotezund müz unz ir hören und geweren allez daz wir kunnen eder gedurren biten.Herumbe al unfer vrume und unfer felikeit lid der an daz wir gerne beten,lefen und Gotez wort gehören.

(32.) Ez waz einez riehen herren dochter betterife van im kintligen25 dagen. groze geduld hette fi in allen pinen, und in allein irin ungemachedanckete fi Gote finer gaben. Ir bette ftund daz fi alle dage fag uffe denalter, fo man meffe fanc und Gotez lichamen fegente. Si waz vridefam undvol gelouben und gar gutez willen. An unfer vrowen lichtemeffe, fo mankerzen wiget, do waz der prifter gar lange e er queme, biz fi grozen vroch-30 ten und zwivel gewan daz fi dez dagez Gotez dineft und fine genade darbenmufte, und clagete ir ungemach unfer vrowen mit innenclicheme herzen. Indirre vorchten wart ir geift gewurd in diz himelriche. da waz unfer herre

5. 1. Petrus (!) 4, 8. 24. Caesarius v. Heisterbach, Dial. miraculor. dist. VII cap. XX(ed. Strange 2, 25).

9- mir] darnach die erste große Textlücke, siehe Einleitung. 15. ougeten Got] O, der

augenscheinlich die inklinierte Form (ouget-en) nicht versteht, ergänzt hinter got über der ZeiUein in. 19. beritet] S G; vgl. jedoch S. 67 Z. 1 bereit, enne] eime, doch rührt der Strich

über dem i erst von C her. 22. al] all C. 31. müfte] Zeilenschluß; dahinter auf dem

Rande von 0 lazö wohl für darben oder als Ergänzung hinler dineft eingetragen. 32. gewurd]r aus d korr. diz] O tilgt i durch einen Punkt und setzt a darüber.