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Die heilige Regel für ein vollkommenes Leben : eine Cisterzienserarbeit des XIII. Jahrhunderts ; aus der Handschrift Additional 9048 des British Museum
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fo wart uzermazen groz gedumele und gerumele in deine kirchofe van dendnfelen, daz di indem munftere waren, wanten verloren fin an deme übe, undduchte fi wi allez ertliche irbibete. Ein dufel, der ir aller meifter waz und°cli der grozefte und der grulichelte, der zeftiez dez munfterez porten, daz fim deine ftucke alle zefpilde. Alle di indem munftere waren, leien, fculere, 5paffen und müniche, di irfcraken alfo fere daz fi ein gelit nicht regen mochtennoch ein wort gefprechen. Der gruliche groze dufel gie dar da daz arme wiplac begraben, und rif ir und nante fi mit namen und gebot ir daz fi ufftunde, und warumbe fi zwirent ungehorfam vere gewefen. Si rif: 'ich bingebunden'. Er fprach: 'zu dime grozen unheile fol ich dich einpinden'. Er 10ftiz mit finen wuze an di veilfe, daz fi gar zeftuben, und di groze keten ze"räch, all ob ez ein fpinenwep were, und nam fi mit der hant und wurte fiUz e dem munftere, daz alle di gefallen di da geinwertic waren. Si würfen fiuf ein /28>'J vuirin roz un hüben fi in di lüfte, ir clagen und ir fcrien waz fog r oz claz man ir ftimen horte rae dan über viere milen wegez. Alfuf wart 15daz arme wip verloren durch ir unkufche leben beide an lip und an feie.

Van unkufheit kämet blintheit dez herzen, unftete gefichte, unreinekeita n herzen, an Worten und werken, minnen fich felben, unminne ze Gote, libzu der werld und zu aller itelkeite, unkufheit mit den lidigen, mit elichen,Düt magen und mit geiftlichen, eintreinen heilige ftete und heilige zit mit 20unkufchen droumon. Der dufel der unkufcbeite hat hundert dufent leieftricke, da mite er den unkufchen menfchen wuret na allen finen willen.

Ez fint fiben dotliche funde: hohfart, nit, zorn, trakeit, girheit, vrazheit, unkufheit. Dife habent nie dan zwenzic und hundert dochtere. Bi-ginnent fi waffen und wurfich gein. daz man in nicht wider fteit, fi wer- 25dent alfo groz und alle fchodelich und alfo unreine alfe di mütere fint. Swerdotliche funde düt, der irbutet unferme herren dru groze lafter, da mit er dezewigen dodez fculdic wirt. Er düt ime felben drie fcaden di er nimer überwindet. Er düt fime neiften drie fcaden di er nimer kan wer gelten. Er dütdeme dufele drie clenefte nach fime libeften willen. 30

Diz erfte lafter daz Gote gefchiet van dotlichen funden: daz der menfcheGot uzer finer feien und uzer fime herzen dribet und den ubelen dubel dar innimet. Diz ander lafter: daz der menfche verfturzet und ime felben unnuzemachet daz heilige blüt daz unfer herre durch alle di fundere gizen wolde.Diz drite lafter: daz der menfche mit dotlicher funden an Gotez dode alfefculdic wirt alfe de in an daz cruce hingen.

1. uzermazen] vz C. 3. allez] dahinter daz von C ergänzt. i. och] 5 C. 8. rif] i 0.9- rif] ; C. 11. veilfe] C tilgt i durch einen Punkt. 12. zweites fi] über der Zeile nachgetragen.H. im] vn, doch der Balken von C. 18. lib] 5 C. 19. lidigen] li C. 22. wuret] ü 0.

25 - gein] das i erscheint hier, wie in fteit (25) und neiften (29), ausgekratzt, wohl von C. 28. nimer]llT G. 30. denefte] de C... 31. gefchiet] e in iet von C durch einen Punkt getilgt, van]

von C.