Bofe fiten und ungeiftlich geberde habent manigem menfhen line reinekeit
benumen.
Daz beizen ich zwei ougen vol heiliger kufchede, fo der geiftlichemenfche reine ift in . . in und uzfene an worten und an werken, an herzenund an feien. Der reine menfhe ilt kufhe an worten und an werken, an 5eUene unde an trinkeno und an allen dingen, wan di not dürft ift ein crone«nd di wolluft tutb di feie groze pine liden. Dif merke vor allen dingen: Demgeiftlicben menfchen kan dinhein wolluft gefchen an dem übe ane funder-bchen fbaden finer fhelen.
UNfer vrowe bette zwei oren vol heiiger ge borfamede. wan der erfte 10
menfhe mit geunborfamekeit daz paradifez.....vörloz und alle fin nach
kumelinge, fo mag nimant daz himelriche ir werben dan mit den werken dergehorfamede. Swer pruvet Gotef gehorfamede, der lezith von ime allebofzeit. Ef fint vier dink, di borent zu der redelichen gehorfamekeit: Daz iftbefcheidenbeit, ere, gerechtekeit und wäre demutekeit. Bernharduf: '0 menfhe, 15wi vorcbitfam' ift di redeliche gehorfamekeit! fi heldeit den vride under dene ngelen, di wäre minne under geiftlichen luten, ane fi en mag dinhein rede-ten dink beften.'
Ez fint drier bände tugent di allerhande alder und allerbande jugentund aller meift den kinden gevallen. Daz ift fwigen, fchame, gehorfam. Swer 20lieh nicht vlizet fo er zu erft geiftlich wirdet, daz her fich nicht huteth [3>]vor unnuzen worten und nicht gerne betet und nicht enveldecliche alfo dermeifterfhefte worcluten gehorfam ift, der menfche wirt nummer vollencumen.Beginnet erz wol, fo in blibet er doch nicht ftete an geiftlichen tugeden, waner der woge nicht in geit di in vollekumen mugent machen. Swer fich nu 26verfumet habe der werde andirt werbe noviciuf und vlize fich daz er dizedri tugende habe: fo wirt er vollekumen. Ez ift vol aller gnaden fwer gernebetet und Got vorchtet und fich funden und anderer bozheit fhamet, Swerdez nicht in tuth, der hazzet fin feie und kan Godez kint nummer werden.
Swer di zein gebot heldit, der wirt Gotef kint, und bihaltent in an lip 30und an feie, fwer fi brichet, der lebet un criftelichen.
Daz erfte gebot fpricht: 'Nicht ane bete vremde Gote'. Swaz der menfhe
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/. S. Bernardi Tractatus de ordine vitae (Migne t. 184 c. 561 A).
3. Die Kapitale hier sowie 10 am Unken Bande klein vorgeschrieben, heizen] n z. T aus-'«ditrt. 4 i„ in] zwei Buchstaben ausradiert. 1. tuth] h z T. ausradiert. 10 hier
beginnt das 2 , S. 8, Z. 10 das 3. Kapitel. 11. paradisez] dahinter scheint das regierende Suhstausgefallen zu sein; doch zeigt die Hs. keine Lücke. 13. pruvet] « von C wie es scheint, lezith]h z. T. ausradiert. 18. beften] völlig außerhalb des abgegrenzten Baumes am äußern Band
doch von der Texthand. 21. her] h z. T. ausradiert. 22. enveldecliche] e'n C. 23 worc]wort vom Schreiber aus werc oder worc (w Einfluß auf <■) verlesen. 32. vremdej vremde.