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Die heilige Regel für ein vollkommenes Leben : eine Cisterzienserarbeit des XIII. Jahrhunderts ; aus der Handschrift Additional 9048 des British Museum
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verften einer und rumde fich wi er in deine riche wer gewefen und hette al dilantheren zu krige und zu urlöge bracht, daz vil wittewen und weifen da werevorden, und di lant vir brant und geroubet, und alle fin wille ge fchein dawere. Der tuvele meifter vragete wi lange er darumbe ge worben hette. Do5 fprach er: 'Drizich tage'. Der meifter hiz in Ilain zu übel thagen, ob er ineineme mande nicht mer mochte gefaffen. Do rumbde fich der ander wi erin dem mere vil fhif und lute hette virterbit, und wer al fin wille da vor ge-gangen. Der tüvel vragete wi vil zit her irumme gi erbeit hette. Do fprachder ander: 'zwonzik thage'. Sin meifter hiz in flan, daz her ein flach nicht

10 mer ir liden mochte, ob her nicht mer fcholde fchaffen in alfo langer wrift.Do quam der dritte, und vragete fin meifter wan er queme. 'Ich bin', fpracher, 'gewefen in der ftat zu einer bruthloufte, da kriec und grof gereife iz gefhen und vil mordet, vind der brutegoume ift irflagen. nu bin ich kumendaz ich dirz fage'. Den hiz her flain alfo fhere alfo di andern zwene, wi her

15 fo luzel ge worben hette in alfo langer vrift. Ze jungeft quam einer der manigjar uze waz ge wefen und clagete finem meiftere wi er vierzic jar in einer ftathette garbeitet einen geiftlichen menfchen zu vellene in totliche funde, und mitgrofen erbeiten were fin wille hint an dirre nacht vollekumen. Do ftunt finmeifter uf und nam in an fin armen und halfte und kufte in an finen munt

20 und fazt ime fine crone uf und hiz in zu ime fizen und gab ime prifz und lobvor den ander allen und fprach: 'Ir fulent wizen daz min libefte fpife und allemine begerunge lith an geiftlichen kinden, und von 13'l einez valle wird ich meirvrowet dan von hundert tufent andern.' T Hir umbe ift ez gar noth geift-lichen kinden daz fe Goth vor ougen haben und ir gelubde leiften.

25 «T Daz dritte: daz her im felbe ge walth tu, und di dink di er gerne

dete, daz er di mide und alle di ftete und alle di wege da her gefhen eder gehören muge ader ime di keine dink wider varen mugen da van fin kuzheit gemafiget muge werden. Salomon fprichet: 'Swer pech ruret, dez heinde werdintgerne ftinkende'.

30 Daz virde: daz er gute fitten habe und geiftlich geberde zu allen ziten.

28. Eccli. 13,1.

1. rumde] u wohl von C. wi] wi C. 2. hinter lant: di halb ausradiert. 3. vorden]v (=.w) 0. 5. hinter Drizich: iar unter punktiert und überradiert. 6. rumbde] \\ C. hintersich: dich überradiert, der über der Zeile (d<). 9. wonzik] vor dem w eine Rasur, vielleichtursprünglich fw. 11. vragete] dahinter in von G über der Zeile ergänzt. 14. fhere] h von Cdvrch zwei Punkte getilgt. 16. vierzic] Je C. 17. vellene] hinter dem zweiten 1 zwei Buch-

staben oder u(?) ausradiert. 19. armen] das n ausradiert, doch noch gut sichtbar. 22. lith]

h bis auf schwache Spuren ausradiert. 24. goth] h teilweise ausradiert. 25. Daz] Kapitalenicht ausgefüllt, her . . . gewalth] die. h teilweise ausradiert. 26. her] h z. T. ausradiert.

eder] ursprüngliches e von C in o korrigiert. 27. van] a von C in o korr. 28. heinde;

G las wohl, da über dem i kein Strick stallt, hemde und setzte deshalb unter den zweiten n-Stricheinen Punkt. 30. Die Kapitale am linken Rande klein vorgeschrieben.