6
sich verbreitete. Aus dem Stamme dieser Ange-roden trat ein edles Fräulein, Namens Erga, her-vor, welches zuerst das Land an der Dusselurbar machte. Dasselbe erkannte die hier schlum-mernde Fruchtbarkeit des Bodens und wie dieerwärmende und alles belebende Sonne ihre Strah-len früh Morgens schon über das niedrige Ge-birg gegen Aufgang in das Thal schickte undwie durch höhere Gebirge die kältern Windedes Nordens abgehalten wurden und wie danndes Westens reinigende und warme Luft freienZugang zu den Pflanzungen dieser anmuthigenHöhen haben würde. Daher fasste dieser Spröss-ling eines Römisch-deutschen Stammes den erha-benen Entschluss in der Mitte dieses Thaies, Ge-fahr und Mühe verachtend, seinen Wohnsitzaufzuschlagen und die vermoderten Holzungender Urwälder zum Anbau von Getreiden aus-zurotten. Die Burg, woraus diese Arbeiten ge-leitet wurden, wurde nach dem Namen der Be-gründerin Ergarode genannt. Aus dieser Benen-nung entstand bei der spätem Ausbildung derSprache, die in der Beziehung auf eigene Namenaber fehlerhaft war, die jetzige Benennung desDorfes. Dies bekundet, mein Theurer, die wahr-scheinlichste Geschichte. Wo diese Burg gc-