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Denkwürdigkeiten aus den Kriegsbegebenheiten bei Neuwied von 1792 bis 1797 : in übersichtlichem Zusammenhang mit gleichzeitigen Kriegsereignissen in den Rhein- und Niederlanden [et]c. [et]c. ; nebst Beilagen, darstellend die Belagerung und Gefechte von Mainz [et]c., die standhafte Behauptung Ehrenbreitsteins und andere gleichzeitige Begebenheiten mit besonderer Beziehung auf das hierbei rühmlich betheiligte kurcölnische Regiment und andere Reichstruppen
Entstehung
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—405Herrschaft, 1810 und 1811, der Plan zur Sprache kam,Bonn wieder zu einer Festung, und zwar zu einer Festungersten Ranges, umzuschaffen.Wir wollen uns erlauben, einige geschichtliche Erinne-rungen hierüber mitzutheilen, die, besonders was das gegen-überliegende Rheinufer angeht, weniger allgemein bekannt.sein mögen.Es war im Spätjahr 1810, als französische Ingenieursin Bonn und der Umgebung sich einfanden, um einen Planüber die Befestigung der Stadt zu entwerfen. Ohne hierüberEinzelnheiten nachweisen zu können, war doch unter Andernso viel bekannt, daß die Ueberreste der ältern Befestigunggroßentheils benutzt und um mehre Millionen Franken denKostenaufwand vermindern würden. Mit Aufnahme des Be-festigungsplans war der Oberst vom Geniecorps Larcherde Chaumont *) beauftragt. Gegen Anfang Novembersbegab sich dieser Oberst, den ein Unteroffizier der Sappeursbegleitete, zu dem Verfasser auf die sogenannte ersteAlaunhütte auf der Hardt bei Pützchen, wo erdenselben einladete, sich mit ihm auf den Ennert**) zubegeben, um über Beschaffenheit des Gebirges u. d. gl. Aus-.nur eine Salve gaben, und ſich in die Stadt zurückzogen. Am fol-genden Tage, als ein allgemeiner Sturm erfolgen sollte, ließ derCommandant an drei verschiedenen Orten Chamade schlagen, woraufnach einem zweitägigen Stillstand die Uebergabe erfolgte und die Be-satzung freien Abzug nach Luxemburg erhielt. Sowohl in Hollandals in England wurden Denkmünzen auf diese Eroberung Bonns ge-prägt, welche sich die Verbündeten zum großen Ruhm anrechneten,den Einwohnern und dem Lande aber theuer zu stehen kam.*) Es war dieß der Platz=Ingenieur der Festung Jülich, woderselbe auch bis zur Uebergabe 1814 verblieb; ein Mann von ein-nehmend gefälligem Wesen, damals noch in den besten Jahren.**) Ein benachbarter Berg, der durch seine herrlichen Aussich-ten, besonders am sogenannten Foveaux's Häuschen, sehr be-kannt ist. Der Name Ennert scheint hier wohl das Ende der Ber-ge bedeuten zu sollen.