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Denkwürdigkeiten aus den Kriegsbegebenheiten bei Neuwied von 1792 bis 1797 : in übersichtlichem Zusammenhang mit gleichzeitigen Kriegsereignissen in den Rhein- und Niederlanden [et]c. [et]c. ; nebst Beilagen, darstellend die Belagerung und Gefechte von Mainz [et]c., die standhafte Behauptung Ehrenbreitsteins und andere gleichzeitige Begebenheiten mit besonderer Beziehung auf das hierbei rühmlich betheiligte kurcölnische Regiment und andere Reichstruppen
Entstehung
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159gen. Zehn auf dem Felde herumirrende Artillerie=Pferde wa-ren nebst einem ausgeplünderten Marketender die ganze Beute,welche die Franzosen davon trugen. Im Dorfe fand manPechkränze und mit Pech überzogene Birkenwellen, was dieAbsicht der Franzosen ankündigte das Dorf nach Gelingendes Ueberfalls anzuzünden.Im Nachsetzen stießen die Preußen auf einen Menschen,welcher im Korn sich versteckt hielt. Es war der Gericht-schreiber von Ober=Ulm, welcher nach empfangenen 80 Schlä-gen mit der Peitsche endlich das Geständniß seiner Verräthe-rei ablegte. Er hatte nebst andern Bösewichtern den Fran-zosen den Rath gegeben, den General Kalkreuth im Klo-ster und Prinz Louis Ferdinand auf dem nahe gelege-nen Chausséchaus in ihren Quartieren aufzuheben. Er dienteihnen zum Wegweiser. Er gestand, vor dem Ausmarsch ineinem Zelt vor der Stadt herrlich bewirthet und zu der Thataufgemuntert worden zu sein; bei dem Rückzug, welchem ergefolgt, habe er sich aus Furcht vor den um ihn herzischen-den Kugeln in das Korn geworfen.Den 1. Junius war ein kleiner Aufstand in der Stadt.Seit 14 Tagen hatte die Besatzung keine Löhnung empfangen,und nun wurde sie in lauter Assignaten zu 50 Livres bezahlt.Es waren wenig kleine Assignaten zum Wechseln in Umlauf,und der dadurch in Verlegenheit gekommene Soldat begingmanchen Unfug. Durch eiligst ausgegebene kleine Assigna-ten wurde jedoch der Tumult bald gestillt.In der Nacht vom 2. auf den 3. Junius verloren dieFranzosen bei einem mißlungenen Ausfall auf Mosbachwohl hundert Mann.Am 3. Junius wurde der verrätherische Gerichtschreibervon Oberulm auf einer kleinen Anhöhe neben der Marien-borner Chaussée an einen Pfahl gehangen. Den Franzosenzum Spott war sein Gesicht gegen die Stadt gewendet, seinKopf aber mit einer rothen Mütze und diese mit einer drei-farbigen Kokarde geziert.In der Nacht vom 3. auf den 4. Junius fingen die